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Svjetlost: Doom Metal trifft auf bosnische Tradition

Jamie Kobić kündigt das Debütalbum The Forever Silent für Juli 2026 an



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Foto: Tinus Kardolus. Mehr zum Thema Transparenz.

Wenn Schwere auf melancholische Tradition trifft, entsteht oft eine ganz besondere musikalische Symbiose. Genau diesen Pfad beschreitet Svjetlost, das Soloprojekt von Jamie Kobić, mit dem anstehenden Debütalbum "The Forever Silent". Bekannt als Gitarrist und Sänger der niederländischen Doom-Band Gavran, verwebt Kobić in seinem neuen Werk wuchtige Riffs mit den tief verwurzelten emotionalen Klängen Bosnien-Herzegowinas. Das Album wird am 24. Juli 2026 über Shadow of Sorrow Records erscheinen und verspricht eine außergewöhnliche Mischung aus Doom Metal, Stoner Rock und heimatlicher Folklore.

Eine Reise von Pandemie-Isolation zu traditionellen Wurzeln
Die Entstehungsgeschichte von Svjetlost führt zurück in die Phase der weltweiten Pandemie und die damit verbundene Isolation. Für Jamie Kobić wurde das Projekt damals zu einem zutiefst persönlichen Ventil. Was zunächst als einfaches Ausprobieren von Songwriting-Ideen an der Gitarre begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem eigenständigen musikalischen Konzept. Ursprünglich ließ sich Kobić von der mitreißenden Schwere bekannter Genre-Größen wie Sleep, High on Fire oder OM inspirieren. Der entscheidende Funke für die einzigartige Identität des Projekts sprang jedoch durch eine unerwartete Quelle über: den Sevdah.

Sevdah ist die traditionelle Volksmusik Bosniens, die für ihre melancholische Grundstimmung und ausdrucksstarke Akkordfolgen bekannt ist. Fasziniert von dieser emotionalen Tiefe begann Kobić, die Elemente des Sevdah durch die Linse zentnerschwerer Riffs und schleppender Doom-Rhythmen neu zu interpretieren. Das Ergebnis ist ein Sound, der gleichzeitig historisch verankert und doch modern, roh und intensiv wirkt. Du hörst hier eine klangliche Meditation über Themen, die weit über rein musikalische Einflüsse hinausreichen.

Krieg, Erinnerung und familiäre Spuren
Inhaltlich widmet sich "The Forever Silent" intensiv dem kulturellen und historischen Erbe Bosnien-Herzegowinas. Kobić verarbeitet auf den einzelnen Stücken Fragen von Identität, Verlust, Erinnerung und Widerstandskraft. Mehrere Songs greifen dabei konkrete historische wie auch persönliche Geschichten auf.

Der Titel "Lands of Suffering" setzt sich mit den tiefen Narben auseinander, die Kriege und gesellschaftliche Spaltungen in der Region hinterlassen haben. In "The Golden Lilies" erweist das Projekt der historischen Stadt Mostar die Ehre – einem Ort, der wie kaum ein anderer für faszinierende Schönheit, aber auch für eine schmerzhafte Vergangenheit steht. Das Stück "Between the Peaks" beruht wiederum auf einer konkreten Familiengeschichte, die sich über zwei Weltkriege erstreckt. Hier zollt Kobić seinen Vorfahren Tribut, deren Leben nachhaltig von Konflikten und Vertreibung geprägt wurden.

Hinter den Kulissen der Produktion
Auch bei der technischen Umsetzung hat Svjetlost nichts dem Zufall überlassen. Aufgenommen wurde das Album von Freek van Rooyen, der Kobić bereits aus der gemeinsamen Arbeit bei Gavran bestens vertraut ist. Den Mix übernahm Marius Prins von der Band Throwing Bricks, während das Mastering in die Hände des renommierten Toningenieurs Alan Douches gelegt wurde. Das optische Erscheinungsbild und das Cover-Artwork stammen aus der Feder von Tinus Kardolus.

Am 24. Juli 2026 feiert "The Forever Silent" schließlich seinen offiziellen Release über Shadow of Sorrow Records. Wer neugierig geworden ist und sich selbst ein Bild von der ungewöhnlichen Verschmelzung aus Doom Metal und bosnischer Melancholie machen möchte, kann das Projekt unter anderem auf den gängigen Plattformen wie Bandcamp begleiten.

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