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Madball kündigen zehntes Album Not Your Kingdom an

Die New-York-Hardcore-Legenden melden sich im Juli mit neuer Musik zurück.



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Wenn du auf kompromisslosen Hardcore stehst, darfst du dich im Sommer auf frischen Nachschub freuen: Madball haben ihr mittlerweile zehntes Studioalbum angekündigt. Das Werk trägt den Titel "Not Your Kingdom" und erscheint am 24. Juli 2026 über Nuclear Blast Records. Seit bald vier Jahrzehnten prägt die Formation rund um Frontmann Freddy Cricien die weltweite Hardcore-Szene – und zeigt auch auf dem neuen Longplayer, dass sie ihren Wurzeln treu bleibt, ohne musikalisch auf der Stelle zu treten.

Eine Brücke zwischen den Generationen
Seit nunmehr 38 Jahren stehen Madball für unverfälschte Energie, druckvolle Grooves und eine klare Haltung. Die Wurzeln der Band reichen tief in die Geschichte des New Yorker Hardcore zurück, nicht zuletzt durch die familiäre Verbindung von Sänger Freddy Cricien zu Agnostic-Front-Legende Roger Miret. Diese Herkunft spiegelt sich auch im Sound des neuen Albums wider, das den Bogen zwischen den Anfangstagen des Genres und moderner Härte schlägt.
Die Brücke zwischen dem Alten und dem Neuen zu schlagen, ist etwas, das wir vermutlich schon immer getan haben – ob bewusst oder unbewusst. Das neue Album Not Your Kingdom erreicht genau das, aber vielleicht auf einer persönlicheren Ebene als je zuvor. Wir haben uns gewissermaßen neu erfunden, ohne auch nur ein Stück von dem zu verlieren, was wir sind.
Freddy Cricien
Inhaltlich bietet "Not Your Kingdom" eine Mischung aus nostalgischen Rückblicken, persönlichen Überlebensgeschichten und gewohnt scharfer Gesellschaftskritik. Cricien blickt darin auf die Erfahrungen zurück, die die Band über die Jahre geprägt haben, setzt sich gleichzeitig aber auch intensiv mit dem aktuellen Weltgeschehen auseinander.

Produktion in Nashville und neues Line-up
Entstanden ist das Album an einem für die Band eher ungewöhnlichen Ort: Aufgenommen wurde "Not Your Kingdom" in Nashville, Tennessee. Gemeinsam mit Produzent Andrew Baylis spielte die Gruppe dort das neue Material ein. Frontmann Cricien zeigt sich von den Aufnahmesessions begeistert:
Wir haben mit echten Leuten aus Nashville zusammengearbeitet, und sie haben voll abgeliefert. Sie haben genau den Sound und die Klangfarben geliefert, die wir haben wollten. Ich bin extrem stolz darauf, was wir geschaffen haben.
Freddy Cricien
Auch personell präsentiert sich die Band gut eingespielt. Neben Cricien prägen Gitarrist Mike Gurnari, der seit sieben Jahren dabei ist, und Schlagzeuger Mike Justian (seit 15 Jahren in der Band) das Gefüge. Als neues festes Mitglied stößt Bassist Paul Delaney hinzu, der unter anderem durch Kill Your Idols und Black Anvil bekannt ist und bereits in der Vergangenheit häufiger mit Madball spielte. Delaney übernahm auch die Bassspuren auf der neuen Platte. Der Entstehungsprozess sei dabei harmonisch und fokussiert verlaufen, betont Cricien:
Der Schreibprozess verlief wirklich reibungslos. Keine Egos – wir hatten einfach den gemeinsamen Wunsch, etwas Großartiges auf die Beine zu stellen, und die Songs sind einfach so entstanden. Kein Zerdenken, nichts Aufgesetztes, einfach Madball auf einem neuen Level. Es ist für mich immer noch verrückt, dass dies bereits das zehnte Album von Madball ist.
Freddy Cricien
Klare Kante gegen den Zeitgeist
Textlich spart "Not Your Kingdom" nicht mit Kritik an gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen. Der Name des Albums leitet sich aus einer Zeile des Tracks "What Say You" ab, in der es heißt: "You Hold the Keys but it’s Not Your Kingdom" (Du hältst die Schlüssel, aber es ist nicht dein Königreich). Cricien verdeutlicht die Gedanken hinter dem Konzept:
Ganz einfach gesagt: Wir steuern diese extrem dysfunktionale Welt, in der wir leben, nicht. Selbst die Politiker und ihre Parteien, wegen denen sich alle streiten, steuern sie nicht. Es gibt eine Gruppe von extrem reichen und mächtigen Menschen, die im Hintergrund die Fäden ziehen.
Freddy Cricien
Auch in Stücken wie "Rebel Kids" übt die Band Kritik am blinden Folgen von Trends und ruft dazu auf, Dinge eigenständig zu hinterfragen. Für Cricien bleibt die Hardcore-Attitüde dabei eine persönliche Lebenseinstellung. Er betont, dass er sich gesellschaftlichen Zwängen nicht unterwerfen werde, sondern seinen eigenen moralischen Kompass in den Vordergrund stellt – eine Haltung, die das Fundament des gesamten neuen Albums bildet.

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