Eine tragikomische Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Handlung führt uns nach Višegrad in Bosnien und Herzegowina. Im Mittelpunkt steht der Schriftsteller Aleksandar, von allen liebevoll Saša genannt. Eigentlich hat er vor, seine resolute und an Demenz erkrankte Großmutter Kristina abzuholen, um sie in ein Pflegeheim zu begleiten. Kristina ist jedoch fest davon überzeugt, dass die beiden gemeinsam in ihr altes Heimatdorf Oskoruša reisen. Aleksandar bringt es schlichtweg nicht übers Herz, ihrer Hoffnung einen Dämpfer zu versetzen und enttäuscht sie nicht.Was als spontane Gefälligkeit beginnt, entwickelt sich rasch zu einem bewegenden Roadtrip, der beide Figuren tief in ihre eigene Vergangenheit führt. Für Aleksandar bedeutet die Reise eine Konfrontation mit seiner Kindheit: Nach dem Ausbruch des Bosnienkrieges musste er als Junge zusammen mit seiner Familie aus Višegrad fliehen. Über ein Flüchtlingsheim im deutschen Heidelberg versuchte die Familie damals, sich eine neue Existenz aufzubauen. In der Filmadaption verschmelzen der mühsame Neuanfang des jungen Saša und die späte Rückkehr der Großmutter zu einer tragikomischen Geschichte. Es geht um das Erinnern und Vergessen, um die Frage nach Identität und den prägenden Einfluss des Zufalls auf das eigene Leben.
Namhafter Cast und erfahrenes Team hinter der Kamera
Für die visuelle Umsetzung der autobiografisch geprägten Vorlage zeichnet Regisseurin Clara Zoë My-Linh von Arnim verantwortlich, die du vielleicht schon durch Serienprojekte wie „Die Zweiflers“ oder „Marzahn, Mon Amour“ kennst. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Senad Halilbašić, der den vielschichtigen Romanstoff für die Kinoleinwand aufbereitet hat. Die Kameraarbeit übernimmt Jieun Yi.Auch die Besetzung vor der Kamera liest sich hochkarätig: Die Rolle des Saša übernimmt Slavko Popadić (bekannt aus „Krank Berlin“ und „Schwarzes Gold“), während Maro Lovrić den Protagonisten in seinen Kindheitsjahren verkörpert. Großmutter Kristina wird von Gordana Boban-Herović dargestellt. Die Rolle von Sašas Mutter besetzt Marija Škaričić, während auch Carlo Ljubek zum Ensemble gehört. Ergänzt wird die Besetzung durch ein bekanntes Aufgebot deutscher Schauspielerinnen und Schauspieler: Unter anderem wirken Bjarne Mädel, Anke Engelke, Karoline Herfurth, Max Riemelt, Stipe Erceg und Nina Kunzendorf in weiteren Rollen mit.
Umfangreiche Förderung und starke Partner
Hinter der Produktion von „Herkunft“ stehen Sinah Swyter und Leslie-Alina Schäfer für UFA Fiction, unterstützt von Executive Producer Sebastian Werninger. Als Koproduzenten fungieren Steffi Ackermann, Cosima von Spreti, Quirin Berg sowie Max Wiedemann. Die redaktionelle Betreuung seitens der ARD Degeto Film liegt bei Sebastian Lückel und Claudia Grässel.Dass ein solch vielschichtiges Projekt auf solide Beine gestellt werden kann, liegt auch an breiter finanzieller Unterstützung aus der Filmförderung. Das Kinoprojekt wird von der Film- und Medienstiftung NRW, der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, der Filmförderungsanstalt (FFA), dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) sowie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert. Bis du das Ergebnis auf der Kinoleinwand erleben kannst, zieht allerdings noch etwas Zeit ins Land: Der reguläre Kinostart im Verleih von Leonine Studios ist derzeit für 2027 geplant.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!