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Miserate – Weaver Of Witchery

Norwegischer Doom/Death, der tief in die 90er blickt


13.01.2026  Captain  0 Likes  0 Kommentare 
Miserate – Weaver Of Witchery Bild Miserate – Weaver Of Witchery Screenshot Miserate – Weaver Of Witchery Foto

Mit Weaver Of Witchery präsentieren Miserate eine EP, die klingt, als hätte man ein vergessenes Peaceville-Relikt im Eis eingefroren gefunden – nur um festzustellen, dass es lebendiger ist als manches, was heute veröffentlicht wird. Die junge norwegische Band knüpft hörbar an die großen Doom/Death-Monolithen der frühen 90er an, doch statt bloßer Nostalgie entsteht hier eine eigene, bedrückende Vision von Kälte, Trauer und langsam mahlender Schwere.

Was Miserate machen, ist nicht innovativ im modernen Sinne – aber es ist unglaublich stimmig. Die Riffs schieben sich wie massive Steinplatten vorwärts, der Gesang krallt sich dunkel und heiser in die Tiefe, und über allem liegt dieses eisige, nordische Gefühl von Trostlosigkeit, das Doom seit jeher so unwiderstehlich macht.

Der Geist von Peaceville – mit norwegischem Herzschlag
Die vier Tracks dieser EP ziehen ihre Kraft aus einer klaren Tradition: Early Paradise Lost, My Dying Bride, Anathema – aber eben auch aus der norwegischen Doom-Schule, die mehr Atmosphäre als Theatralik sucht. Miserate klingen erdig, unaufgeregt, aber absolut kompromisslos.

Was dabei besonders gut funktioniert, ist die Mischung aus sludgy Heaviness und einer bedrückenden Melancholie. Die Gitarren wirken weniger ornamental als erzählerisch: Jede Note fühlt sich wie ein weiterer Schritt durch Winterwald und Nebel an. Dazu kommt eine Produktion, die bewusst schwer bleibt, aber durch Karl Daniel Lidén (u. a. Draconian, Katatonia, Bloodbath) genug Tiefe hat, um die EP nicht im Matsch versinken zu lassen.

Es ist Musik, die atmet. Langsam. Schmerzhaft. Aber konsequent.

Tracklist
  1. Grip of Winter (4:39)
  2. Weaver of Witchery (6:58)
  3. Behind a Veil of Death (6:00)
  4. The Endless Night / Hindenburg (6:22)


Miserate liefern mit Weaver Of Witchery eine atmosphärische, schwere und emotional dichte EP, die tief im Doom/Death der 90er verwurzelt ist, ohne zur Kopie zu verkommen. Die Songs sind wuchtig, düster und bedrückend – stellenweise etwas eintönig, aber stets authentisch und mit Herzblut präsentiert. Für Genre-Fans ist diese Veröffentlichung ein vielversprechendes Zeichen dafür, dass Miserate zu einer ernstzunehmenden Kraft heranwachsen.

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