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Ein Jahr nach dem Tod von Laura Dahlmeier widmet sich eine neue Dokumentation den letzten Stunden der früheren Biathletin und erfahrenen Bergsteigerin. Das Bergwelten-Special „Laura Dahlmeier ... ein Schritt zu weit“ läuft bei ServusTV und rekonstruiert, wie es während ihrer Tour am Laila Peak zu dem folgenschweren Unglück kommen konnte.
Laura Dahlmeiers letzte Bergtour wird rekonstruiert Im Juli 2025 war Laura Dahlmeier gemeinsam mit ihrer Seilpartnerin Marina Krauss im Karakorum-Gebirge in Pakistan unterwegs. Beide hatten sich über Monate auf die Expedition vorbereitet und zuvor bereits den 6.287 Meter hohen Great Trango Tower bestiegen. Ihr nächstes Ziel war der Laila Peak, dessen Bedingungen sich zu diesem Zeitpunkt allerdings zunehmend schwierig entwickelten.
Andere Bergsteiger hatten ihre Versuche wegen des warmen Wetters, des Schmelzwassers und der erhöhten Gefahr durch Steinschlag und Lawinen bereits abgebrochen. Auch Laura Dahlmeier und Marina Krauss sollen vor einem Aufstieg gewarnt worden sein. Dennoch entschieden sich die beiden zunächst dafür, die Lage selbst zu prüfen und zum Hochlager aufzusteigen.
Zwischen Gipfelziel und der Entscheidung zur Umkehr Die Dokumentation von ServusTV beschäftigt sich dabei nicht nur mit dem konkreten Ablauf, sondern auch mit einer grundsätzlichen Frage des Bergsteigens: Wann ist der richtige Moment gekommen, einen Versuch abzubrechen? Zu Wort kommen erfahrene Bergsteigerinnen und Bergsteiger, die schildern, wie schwierig diese Entscheidung angesichts monatelanger Vorbereitung und eines scheinbar nahen Gipfels sein kann.
Am 27. Juli verschickte Laura Dahlmeier über ihr Satellitentelefon ihr letztes Lebenszeichen. In der Nacht wollten die beiden Frauen aufbrechen, solange Schnee und Untergrund noch gefroren waren. Während des Aufstiegs wurde es jedoch zunehmend wärmer. Rund 300 Meter unterhalb des Gipfels erkannten sie die wachsende Gefahr und entschieden sich zur Umkehr.
Steinschlag am Laila Peak endet tödlich Beim Abseilen erreichte Marina Krauss zunächst einen geschützten Felsvorsprung. Laura Dahlmeier wurde nach der Rekonstruktion der Dokumentation von einem Steinschlag am Kopf getroffen und blieb leblos im Seil hängen. Eine Bergung ihres Körpers war unter den gefährlichen Bedingungen nicht möglich. Später rutschte ihr Leichnam in den Gletscher des Laila Peak.
Die bei ServusTV gezeigte Dokumentation ordnet das Geschehen mit Aussagen mehrerer erfahrener Alpinisten ein. Reinhold Messner vertritt darin die Auffassung, dass Steinschlag nicht vollständig vorhersehbar sei und Laura Dahlmeier beim eigentlichen Unfall keinen Fehler gemacht habe. Andere Stimmen lenken den Blick stärker auf die Frage, ob der Besteigungsversuch angesichts der bekannten Wetter- und Geländebedingungen überhaupt hätte begonnen werden sollen.
ServusTV-Doku erinnert an eine außergewöhnliche Sportlerin Laura Dahlmeier hatte ihre aktive Biathlon-Karriere bereits früh beendet und sich anschließend verstärkt dem Bergsport gewidmet. Im Biathlon gewann sie unter anderem olympisches Gold und mehrere Weltmeistertitel. Auch beim Bergsteigen arbeitete sie sich innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit auf ein hohes Leistungsniveau vor.
Die Dokumentation versucht, ihren sportlichen Ehrgeiz ebenso abzubilden wie die schwer kalkulierbaren Risiken im Hochgebirge. Eine einfache Antwort auf die Frage nach Vermeidbarkeit liefert sie nicht. Stattdessen zeigt sie Dir, wie eng Erfahrung, vernünftige Entscheidungen und nicht beherrschbare Naturgefahren beim Bergsteigen miteinander verbunden sind.
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