Eine ungleiche WG und exzessive Nächte
Im Zentrum der Handlung stehen die beiden besten Freundinnen Nore, gespielt von Dana Herfurth, und Jonna, verkörpert von Luna Jordan. Nore arbeitet als Schneiderin und fällt in ihrer Stammbar vor allem durch extravagante Outfits und einen extremen Konsum von Alkohol sowie wechselnden Männerbekanntschaften auf. Jonna hingegen agiert im Alltag zunächst deutlich zurückhaltender. Als sie Nore eines Abends vor einem zudringlichen Mann bewahrt, entsteht spontan die Idee, eine Wohngemeinschaft zu gründen. Schnell zeigt sich, dass Nores ungebändigter Lebensstil das gemeinsame Zusammenleben prägt. Die Männerbesuche reißen nicht ab, und die beiden Frauen teilen ihren Alltag und ihre Eroberungen schwesterlich miteinander. Doch die vermeintliche Idylle gerät ins Wanken, als sich Jonna in Michel, einen von Nores One-Night-Stands der Vergangenheit, verliebt. Als Nore zunehmend in eine Abwärtsspirale gerät und der permanente Partystress ihren Tribut fordert, beginnt Jonna die glänzende Fassade zu hinterfragen und sich auf die Suche nach den wahren Ursachen für das oftmals selbstzerstörerische Verhalten ihrer Freundin zu begeben. Hand in Hand wagen die beiden Figuren den Blick in die Vergangenheit, um einen neuen gemeinsamen Weg für die Zukunft zu finden.Autobiografische Einflüsse und kritisches Echo
Regisseurin Hille Norden verknüpft in ihrem Film die realen Erfahrungen der heutigen Jugendkultur mit universellen Fragen nach seelischen Wunden, die über Generationen hinweg nachhallen. Dabei setzt sie auf einen radikalen Stilwillen, der das Kinoerlebnis sowohl visuell als auch emotional greifbar machen soll. Schon vor dem regulären Heimkino-Start konnte das Drama in der Fachpresse einige beachtliche Stimmen einsammeln. So zeigte sich beispielsweise der Sender MDR Aktuell begeistert und bezeichnete das Werk alsganz starkes, junges deutsches Kino


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