Vier Tage aus vier Jahrzehnten
Das Biopic basiert auf einem Drehbuch von Ingo Rasper und wählt einen ungewöhnlichen erzählerischen Ansatz. Statt das Leben der weltberühmten Schauspielerin und Sängerin als gewöhnliche, chronologische Biographie nachzuerzählen, konzentriert sich die Handlung auf vier entscheidende Tage in unterschiedlichen Jahrzehnten ihres Lebens. So begleitet der Film Marlene Dietrich im Jahr 1937 nach Paris, schildert Erlebnisse aus dem Jahr 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen, blickt auf das Jahr 1960 in Tel Aviv und kehrt schließlich 1983 wieder nach Paris zurück.Durch diese prägenden Augenblicke möchte das Filmteam die tiefen inneren Konflikte und die wechselnden gesellschaftlichen wie politischen Umstände beleuchten, mit denen die Künstlerin zeitlebens konfrontiert war. Im Mittelpunkt stehen das Spannungsfeld zwischen Exil, Schuldgefühlen, klarer Haltung und der unerfüllten Sehnsucht nach Heimat. Regisseurin Agnieszka Holland erklärt ihre Motivation für das Projekt wie folgt:
Jedes Mal sage ich mir, dass ich keine Filme mehr über reale, berühmte Persönlichkeiten machen werde… und dann tritt wieder jemand aus der Vergangenheit hervor, der mir die wichtigsten, dringendsten Fragen stellt - in dessen Entscheidungen ich meine eigenen wiedererkenne, ebenso wie meine Ängste. Marlene Dietrich war ein Geflecht aus Widersprüchen: ein Glamour-Star und zugleich eine herausragende Schauspielerin, Sängerin und Soldatin; eine selbstbezogene Egozentrikerin und zugleich eine loyale, großherzige Freundin und Liebende; eine Kämpferin für Menschenrechte, voller Ängste und Unsicherheiten; eine Deutsche, die in den Augen vieler ihrer Landsleute zur Verräterin wurde. Wir erzählen ihr Leben nicht als durchgehende, lineare Erzählung. Stattdessen suchen wir nach jenen wenigen Schlüsselmomenten, in denen sich das Wesentliche und Universelle – das, was heute am stärksten in ihrem Schicksal nachhallt – verdichtet.
Internationale Koproduktion mit klarer Botschaft
Das Filmprojekt ist als grenzüberschreitende europäische Koproduktion angelegt. Neben X Filme Creative Pool unter der Leitung von Uwe Schott und Josephine Blume sowie Šárka Cimbalová von Marlene Film Production und Mike Downey engagiert sich auf französischer Seite Jean-Christophe Simon für Parallel45. Den weltweiten Vertrieb übernimmt Films Boutique. Die beteiligten Produzenten sehen in der Lebensgeschichte von Marlene Dietrich eine ausgeprägte Aktualität für das heutige Publikum. Uwe Schott und Josephine Blume heben hervor:In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Dialog und Haltung erneut auf die Probe gestellt werden, steht Berlinweh für ein europäisches Kino, das weit über nationale Grenzen hinauswirkt. Agnieszka Hollands transnationale Erzählweise entspricht genau jenem Geist, der sich in Marlenes Reise zwischen Sprachen, Ländern und Identitäten wiederfindet.


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