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Pirate Cinema: Roman Review

Ein Jugendbuch über Urheberrecht, Aktivismus und den Kampf um die digitale Freiheit.


08.09.2014  Redaktion  12 Likes  0 Kommentare 
Cory Doctrow hat mit seinem Roman "Pirate Cinema" ein Buch geschrieben, dass als Jugendbuch verkauft wird (Der Verlag gibt als Altersangabe "ab 14" an.) und doch ist dieser Roman nicht unbedingt ein Jugendroman, denn Doctrow behandelt darin ein Thema, dass jeden in der heutigen Zeit angeht und vielen Internetusern tagtäglich begegnet, dem Urheberrecht und seine Verletzungen!

Pirate Cinema: Roman (Heyne fliegt)
Trent McCauley ist sechzehn und ein Genie: Aus dem Internet lädt er sich Blockbuster herunter und bastelt aus dem Material neue Filme. Dass das illegal ist, kümmert ihn wenig. Bis er erwischt wird. In seiner Verzweiflung flüchtet er nach London, in der Hoffnung, dass ihn in der Großstadt erst mal niemand entdeckt. In der Künstler- und Aktivistenszene findet er Unterschlupf - und erfährt, dass die Regierung ein neues Gesetz plant: Selbst kleinste Urheberrechtsverletzungen im Internet sollen mit drakonischen Strafen geahndet werden. Trent und seine neuen Freunde ahnen, dass dahinter einige mächtige Medienkonzerne stecken, die das Internet zu ihrem Herrschaftsgebiet erklären wollen. Doch da haben sie nicht mit Trent gerechnet, der genau das tut, was er am besten kann: einen Film produzieren, diesmal zum Zwecke der Aufklärung.

Cory Doctrow, der selber Internetaktivist ist und vom "Forbes-Magazin" zu einem der 25 wichtigsten Personen des Internets gewählt wurde, hat mit diesem Roman eine Dystopie geschaffen, die das Urheberrecht und seine Auslegung behandelt. Was sich vielleicht etwas trocken anhört ist es keines Falls, vielmehr hat er einen rasanten Roman geschrieben, der sehr spannend und sprachlich auf hohem Niveau die Geschichte eines Jugendlichen erzählt, der durch das Rippen von Filmen im Internet in einen wahnhaften Konflikt mit dem herrschenden System gerät.

Unser Fazit

Ein Jugendbuch über Urheberrecht, Aktivismus und den Kampf um die digitale Freiheit.

"Pirate Cinema" ist äußerst spannend geschrieben, man legt es nur ungern aus der Hand und man würde es am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Redaktion (Spielemagazin.de)

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