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Crush Review

Zurück an der Katmere Academy – und mitten ins Chaos


24.01.2026  Jacqueline  0 Likes  0 Kommentare 
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Wer dachte, der Cliffhanger aus Crave sei heftig gewesen, wird in Crush eines Besseren belehrt. Der zweite Band setzt nahtlos dort an, wo der Vorgänger abgebrochen hat – ohne Verschnaufpause und ohne Rückblende für Weichgesottene. Tracy Wolff zieht ihre Leser sofort zurück in eine Akademie, in der Vampire, Drachen, Hexen und Werwölfe nicht nur lernen, sondern auch lieben, kämpfen und überleben müssen. Grace, deren Leben sich seit ihrer Ankunft vollständig auf den Kopf gestellt hat, steht nun vor der größten Herausforderung ihrer bisherigen Reise. Und diesmal geht es nicht nur um ihr Herz, sondern um ihr Wesen.

Der Schulalltag rückt in diesem Teil etwas in den Hintergrund, was manche vermissen könnten, doch der Fokus liegt klar auf den Geschehnissen rund um Grace’ neue Fähigkeiten, ihren Platz in der übernatürlichen Welt – und den Konflikten, die sich zwischen den Charakteren zuspitzen. Besonders die Spannungen zwischen Hudson und Jaxon verleihen Crush eine ganz eigene Dynamik.

Ludares – ein gefährliches Spiel als Herz der Handlung
Ein Highlight des Buches ist zweifellos Ludares, das magische Turnier, das ursprünglich als Prüfung für den Rat der Übernatürlichen gedacht war. Heute gleicht es einer Mischung aus Extremsport, Taktikduell und reinem Wahnsinn. Acht Teams, dutzende Spezies, gefährliche Portale, ein unberechenbarer Ball – und keine zweite Chance. Die Regeln sind komplex, die Action intensiv, und Grace befindet sich mitten im Geschehen, obwohl sie kaum weiß, wie sie in diesem Universum überhaupt bestehen soll.

Wolff gelingt es, die Matches so lebendig zu erzählen, dass man die Hitze des Drachenfeuers, das Knacken von Eissplittern und den Puls der Arena beinahe körperlich spürt. Die Kapitel rund um Ludares treiben das Tempo an und geben dem Buch eine sportlich-magische Komponente, die deutlich heraussticht.

Grace, Hudson, Jaxon – eine Dreiecksbeziehung, die knistert
Der Kern von Crush bleibt jedoch das Zwischenmenschliche – oder besser: das Zwischenübernatürliche. Grace entwickelt sich weiter, wird mutiger, selbstbestimmter und weniger bereit, von anderen definiert zu werden. Manche Leser empfinden ihre Entwicklung als zu betont, für die Story aber ist sie essenziell.

Hudson, der neue, dunkle Fixpunkt in ihrem Leben, stiehlt vielen Szenen die Show. Seine Wortgefechte mit Grace gehören zu den stärksten Momenten des Buches: bissig, charmant, manchmal herzzerreißend, aber immer mit einem emotionalen Kern. Jaxon dagegen tritt merklich zurück, was Fans des ersten Bandes durchaus schmerzen könnte. Seine Rolle verändert sich – und nicht unbedingt in eine Richtung, die alle zufriedenstellt.

Diese Mischung aus Romantik, Spannung, inneren Konflikten und übernatürlichem Drama macht Crush zu einer Achterbahnfahrt, die man trotz kleiner Längen kaum aus der Hand legt.

Ein Roman, der größer wird, je weiter er voranschreitet
Während der erste Teil des Buches ruhiger wirkt und sich stärker auf Beziehungen und innere Prozesse konzentriert, dreht Crush ab der Mitte enorm auf. Plötzlich überschlagen sich Ereignisse, Geheimnisse fallen, Allianzen verschieben sich – und die finale Wendung reißt den Boden unter den Füßen weg. Der Cliffhanger ist noch brutaler, noch überraschender und macht das Warten auf den nächsten Band zur echten Geduldsprobe.

Crush ist ein Romantasy-Roman, der weiß, wie man Erwartungen bedient – und sie gleichzeitig sprengt. Liebe, Rivalität, Magie und Gefahr verschmelzen zu einem Mix, der Fans des Genres sofort packt. Die Welt wird größer, die Charaktere komplexer, und das Ludares-Turnier bringt eine sportliche Dynamik hinein, die den Band klar von seinem Vorgänger abhebt. Ja, manches ist vorhersehbar und einige Kapitel hätten straffer sein dürfen. Aber die Energie, die Chemie zwischen den Figuren und der stetige Wechsel zwischen Humor und Herzschmerz sorgen dafür, dass man jede Seite genießt. Und am Ende bleibt dieses eine Gefühl: Ich brauche den nächsten Teil. Sofort.

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