„Absolute Martian Manhunter: Wahrheit gegen Wahn“ ist einer dieser Comics, die man entweder begeistert ins Regal stellt oder komplett ablehnt. Dazwischen gibt es kaum etwas. Der Band lebt von seiner außergewöhnlichen Bildsprache, seiner psychedelischen Atmosphäre und der Bereitschaft, klassische Superheldenmuster bewusst zu ignorieren. Die Geschichte ist kompliziert, manchmal sperrig und definitiv nicht immer leicht zugänglich. Genau darin liegt aber auch ihre Besonderheit. Deniz Camp und Javier Rodríguez erschaffen hier kein typisches DC-Abenteuer, sondern eher eine emotionale und visuelle Erfahrung über Wahrnehmung, Identität und geistige Instabilität. Wer offene, experimentelle Comics liebt und Lust auf etwas wirklich Eigenständiges hat, bekommt hier einen der spannendsten und kreativsten DC-Bände der letzten Jahre. Wer dagegen klare Handlung, Tempo und klassische Heldendynamik sucht, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
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