Ein atmosphärisches Horrorspiel inspiriert vom ungeklärten Ural-Vorfall.
15.08.2015Redaktion13 Likes
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Ein Spiel nach einer wahren Begebenheit: 1959 sterben im Ural neun Wanderer unter seltsamen Umständen. Barfuß, mit zertrümmerten Knochen und inneren Verletzungen, obwohl die Leichen von außen völlig unversehrt wirken.
Das als Basisgeschichte für ein Horrorspiel zu nehmen, ist ein kluger Gedanke, denn der Spieler spinnt sich automatisch schon das unheimliche Szenario im Kopf zusammen. Auch wenn hier übersinnliche Phänomene die Erklärung liefern, so büßt das Spiel nicht an Atmosphäre ein.
Viel zu spielen gibt es zwar nicht, denn Kholat versteht sich mehr als Erzählung, die einem einen Schauer den Rücken hinabjagt, doch das macht nichts. Das Szenario wirkt durch die düstere Grafik erstaunlich glaubwürdig und unheimlich und die Einsamkeit des Uralgebirges ist erschreckend realistisch. Der Sound ist stimmig und sorgt für Schreckmomente, die das Herz schneller schlagen lassen.
Der Spieler macht Jagd auf Teile der Geschichte - in Form von Erzählfetzen, Tagebüchern und Zeitungsartikeln.
Leider ist man manchmal etwas verloren in der Wildnis, denn der Kompass ist recht kompliziert zu lesen und lässt einen ab und an im Stich. Dadurch wird aber auch das Gefühl der Einsamkeit und Orientierungslosigkeit deutlich verstärkt, sodass man sich gut in seine Spielfigur hineindenken kann.
Dennoch wäre manchmal ein klarer Hinweis hilfreich gewesen. Wer aber Lust auf ein typisches Gruselspiel hat, der ist mit Kholat gut bedient und wird seinen Spaß haben.
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