Vom Teenie-Frust zur kreativen Befreiung
Während bei der sommerlichen Vorgängersingle „Lovesick“ noch Sängerin Nina Pitchkites im Rampenlicht stand, übernimmt bei „All The Rage“ ihr Gesangspartner Kevin Krauter das Mikrofon. Musikalisch und inhaltlich fängt das Stück ein Gefühl von emotionalem Rausch ein. Krauter verarbeitet darin Unsicherheiten und Ängste aus der Teenagerzeit, die im Erwachsenenalter bei Beziehungsbrüchen und Trennungen unerwartet wieder an die Oberfläche treten können.Entstanden ist die Nummer nach dem Besuch eines Konzerts der Bands Artificial Go und Good Flying Birds, die Krauter als wichtige Inspiration dienten. Für das Feintuning beim Songwriting holte er sich Unterstützung von seinem Mitbewohner Judah, bevor die Band das Stück im Studio gemeinsam live einspielte. Das dazugehörige Musikvideo entstand unter der Regie von Trent Wayne in Atlanta. Visuell setzt der Clip auf einen warmen Retro-Stil und weckt gezielt Erinnerungen an die unbeschwerte Blütezeit des klassischen Musikfernsehens.
Melodrama und Humor auf neuem Album
Klanglich bewegen sich Wishy auf ihrem kommenden Album erneut in einem dynamischen Wirbel aus verschiedenen Alternative- und Indie-Traditionen. Die neuen Songs lassen ekstatische Höhen, emotionale Abgründe und alltägliche Beobachtungen aufeinanderprallen. Thematisch führt die Reise auf „Nature's Pill“ von klassischen Trennungsliedern bis hin zu abstrakteren Reflexionen über Einsamkeit, romantische Absichten und Verlangen.Dabei versteht die Band ihre Songtexte nicht als reine Selbstentblößung, sondern nutzt bewusst dramaturgische Übertreibungen. Kevin Krauter ordnet den inhaltlichen Ansatz wie folgt ein:
Wir nehmen diese Erlebnisse und schreiben aus einer fast schon fiktionalen, hypothetischen Sichtweise. Die Songs fangen die romantischen Frustrationen und das neurotische Verlangen ein – also das Melodrama, das sich daraus ergibt, einfach nur ein Mensch mit Gefühlen zu sein, der Beziehungen und innere Zerwürfnisse erlebt. Aber alles ist ausgeschmückt – nichts von dem, was wir tun, sollte man als große Beichte verstehen.
Teil einer Indie-Band zu sein ist ein bizarres Gefühl, wenn die Welt in Flammen steht. Was bleibt einem da am Ende des Tages noch anderes übrig, als zu versuchen, sich seinen Freiraum zu schaffen – immerhin habe ich noch meine Fantasie und kann andere einladen, mich dorthin zu begleiten. Ab einem bestimmten Punkt muss man einfach sagen: Scheiß drauf und weitermachen.
Tracklist
- All The Rage
- Covergirl
- Sensational
- Shift
- You're Not Serious
- Mona Lisa
- Lovesick
- Freak 99
- Headscratcher
- Blitz
- Kiss Kiss Kiss
- Party World


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