In mehreren Runden decken die Spieler Fall- und Rätselkarten auf, lösen kleine Knobelaufgaben und übertragen ihre Antworten auf eine Karte, die in 50 Felder unterteilt ist. Die gefundenen Positionen ergeben Zahlenkombinationen, die im sogenannten „Fall-Navigator“ zur nächsten Szene führen. So entsteht ein fortlaufender Kriminalfall, der wie ein interaktives Buch funktioniert – Kapitel für Kapitel, Rätsel für Rätsel.
Rätseln mit norddeutschem Flair
Thematisch ist das Spiel ein Volltreffer: Die Geschichte rund um den legendären Piraten Klaus Störtebeker ist spannend erzählt, leicht mystisch angehaucht und spielt mit realen Schauplätzen zwischen Hamburg, Nord- und Ostsee. Die Landkarten sind detailreich illustriert und laden dazu ein, sich selbst auf Spurensuche zu begeben.Die Rätsel reichen von Wort- und Logikaufgaben über Zahlenrätsel bis hin zu visuellen Hinweisen. Anspruchsvoll sind sie selten, aber dafür abwechslungsreich und unterhaltsam – ideal für Familien oder gemütliche Spieleabende. Wer partout nicht weiterkommt, kann Tippkarten nutzen oder im Notfall die Lösungskarte aufdecken.
Material und Spielgefühl
Die Karten sind hochwertig gefertigt, stabil und angenehm groß. Besonders positiv: Die Spielanleitung ist kurz, übersichtlich und auf zwei robusten Karten gedruckt – nach wenigen Minuten kann man loslegen. Der „Fall-Navigator“ als Herzstück des Spiels sorgt für Struktur und flüssigen Ablauf.Einziger echter Nachteil: Wie bei vielen Rätselspielen dieser Art ist der Wiederspielwert begrenzt. Kennt man die Lösungen, kennt man den Fall. Wer möchte, kann das Spiel später verschenken oder in der Runde weitergeben – oder einfach nach ein paar Monaten einen neuen Versuch wagen, wenn die Erinnerungen verblasst sind.



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