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Tempest Rising Review

Ein modernes Comeback der Echtzeitstrategie


08.11.2025  snaggy  PC  0 Likes  0 Kommentare 
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Wer die goldenen Zeiten von Command & Conquer oder Red Alert vermisst, wird bei Tempest Rising sofort ein Déjà-vu erleben. Das Spiel von Slipgate Ironworks und 3D Realms ist kein bloßer Nostalgie-Trip, sondern eine liebevolle, technisch moderne Hommage an das klassische RTS-Genre – inklusive Basisbau, Ressourcensammlung und frenetischer Gefechte. Zwei große Einzelspielerkampagnen mit insgesamt 22 Missionen und eine Vielzahl an Mehrspielermodi bringen die Intensität alter Tage zurück – diesmal in gestochen scharfer Unreal Engine 5-Optik.

Zwei Fraktionen, ein Konflikt
Die Geschichte spielt in einer alternativen Gegenwart nach einem nuklearen Konflikt. Zwei Machtblöcke kämpfen um die Kontrolle über die mysteriöse Ressource „Tempest“, die Energie und Verderben zugleich verspricht. Auf der einen Seite steht die technisch überlegene Global Defense Force (GDF) – quasi das „GDI“-Pendant –, auf der anderen die martialische Tempest Dynasty, die stark an die Bruderschaft von Nod erinnert. Beide Fraktionen bieten eigene Spielmechaniken, Einheiten und Upgrades, was für strategische Vielfalt sorgt.

Die Kampagnen werden mit aufwendig inszenierten Missionsbriefings, Rendersequenzen und authentischem Soundtrack begleitet – komponiert unter anderem von C&C-Legende Frank Klepacki. Zwar fehlen die kultigen FMV-Zwischensequenzen alter Tage, doch Atmosphäre und Stilgefühl stimmen.

Altbekannt, aber besser
Spielerisch orientiert sich Tempest Rising eng an den Mechaniken klassischer Echtzeitstrategie: Basen errichten, Rohstoffe abbauen, Truppen kommandieren. Doch Slipgate Ironworks gelingt es, den alten Stil mit moderner Steuerung, intuitivem Interface und taktischer Tiefe zu verknüpfen. Jede Einheit besitzt besondere Fähigkeiten, und clevere Mikrosteuerung wird mit entscheidenden Vorteilen belohnt.

Highlights sind dabei die ikonischen Einheiten – etwa der GDF-Trebuchet, eine Mischung aus Mammut- und Belagerungspanzer, oder die Reparaturfahrzeuge der Dynasty, die Basen in Echtzeit wieder aufbauen können. Hinzu kommen zahlreiche Upgrades, die dauerhaft freigeschaltet werden und die Spielweise jedes Mal verändern.

Technisch ein Musterbeispiel
Tempest Rising nutzt die Unreal Engine 5, verzichtet aber bewusst auf überladene Features wie Nanite oder Lumen – und das zahlt sich aus. Die Performance ist makellos, Ladezeiten sind kurz, und selbst auf Mittelklasse-Hardware läuft das Spiel flüssig. Besonders gelungen sind die Explosionseffekte, das dynamische Licht und die klar erkennbare Einheitensilhouette – wichtig für präzise Gefechte.

Zudem überzeugt die musikalische Untermalung mit treibenden Gitarrenriffs und orchestralen Elementen, die nahtlos zwischen ruhiger Aufbauphase und hitziger Schlacht wechseln.

Schwächen mit Retro-Charme
So sehr Tempest Rising die Klassiker ehrt, so sehr bleibt es ihnen auch verhaftet. Die Story ist vorhersehbar, die Charaktere blass – ein charismatischer Bösewicht wie Kane fehlt. Auch die Missionsvielfalt bleibt im gewohnten Rahmen, von Basisverteidigung über Kommandounternehmen bis zu Großangriffen. Dennoch: Die solide Kampagnenstruktur, die abwechslungsreichen Karten und der stetige Fortschritt halten die Motivation hoch.

Tempest Rising ist das Spiel, das Command & Conquer nie geworden ist: schnell, strategisch, technisch sauber und voller Liebe zum Genre. Slipgate Ironworks liefert hier kein Remake, sondern eine würdige Weiterentwicklung des klassischen RTS-Gedankens. Perfekt für Veteranen – und ein idealer Einstieg für Neulinge, die wissen wollen, warum diese Art von Spielen einst die Welt beherrschte.

Punktewertung

Gameplay
82
Grafik
84
Sound
82
Steuerung
84

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Plattformen PC
Release 18.04.2025
Studio Slipgate Ironworks
Publisher 3D Realms, Knights Peak, Saber Interactive
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