Monumentale Stärke – und dabei verwundbarer denn je
„Marrow Deep“ ist ein großes, schweres und emotionales Mastodon-Album, das Veränderungen nicht kaschiert, sondern zum Bestandteil seiner Identität macht. Nick Johnston und João Nogueira erweitern den Klang, während Dailor, Sanders und Kelliher weiterhin jene eigenwillige Mischung aus Progressive Metal, Sludge, psychedelischen Momenten und gewaltigen Melodien beherrschen, die kaum eine andere Band auf diese Weise hinbekommt. Die enorme Spielzeit und einige ausufernde Passagen verlangen Geduld. Wer sie aufbringt, bekommt dafür ein Album, das mit jedem Durchlauf wächst und gerade in seinem letzten Drittel enorme Wirkung entwickelt. „Marrow Deep“ ist keine sentimentale Rückschau auf bessere Zeiten, sondern der überzeugende Beginn eines neuen Mastodon-Kapitels.
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