Für ‚Rapture, Or…‘ hatten wir ursprünglich die Vorstellung einer gefallenen Ordensfigur – scheinbar fromm, aber zugleich spöttisch gläubig –, die sich nach einem baldigen Jüngsten Gericht sehnt (Motto: ‚I can't wait for tomorrow‘). Die eigentlichen Songtexte lassen sich jedoch auf viele Situationen übertragen, denn Apokalypsenfantasien scheinen die Kultur derzeit überall zu prägen. Deshalb kann man es uns wohl kaum verübeln, wenn wir zwischen den Ruinen noch einen Ort für Sehnsüchte finden. Es ist einer der eingängigsten Popsongs, die wir je geschrieben haben. Wir haben Liras laute Gesangsspuren doppelt aufgenommen – in unserem gefliesten Badezimmer, unserer ganz persönlichen ‚Kathedrale‘. Ein fehlerhaft arbeitender Arpeggiator spielte die aufsteigenden Synthesizer‑Arpeggien, und die Gitarrenparts entstanden komplett improvisiert.
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