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Studie zeigt Transparenzmängel bei KI-Entwicklern und Datenschutz

Viele Anbieter schweigen zu Datenaufbewahrung und Modelltraining.


20.08.2026  Redaktion  0 Likes  0 Kommentare 
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Foto: Dieses Bild wurde mit einer KI generiert. Mehr zum Thema Transparenz.

Ob beim Schreiben von Texten, Generieren von Bildern, Programmieren oder zur Unterhaltung beim Zocken: Künstliche Intelligenz ist längst in Deinem Alltag angekommen. Chatbots und KI-Assistenten erleichtern viele Aufgaben, erfordern jedoch oft eine direkte Eingabe persönlicher oder sensibler Informationen. Doch was passiert eigentlich mit den Daten, die Du in diese Systeme einspeist? Eine umfassende Untersuchung der IT-Sicherheitsplattform Cybernews wirft ein kritisches Licht auf die Praxis vieler Entwickler. Der aktuelle Bericht zeigt erhebliche Mängel bei der Transparenz und beim Datenschutz auf, die Dich als Nutzer direkt betreffen.

Fehlende Klarheit beim Training von KI-Modellen
Im Rahmen des sogenannten AI Trustworthiness Ranking 2026 untersuchten die Experten von Cybernews insgesamt 500 KI-Unternehmen aus 36 Ländern. Die Auswertung basiert auf vier zentralen Säulen: Datenschutz, Sicherheit, organisatorische Transparenz sowie öffentliche Wahrnehmung. Besonders besorgniserregend sind die Ergebnisse im Bereich des Datenschutzes, für den die Datenschutzerklärungen aller beteiligten Anbieter detailliert analysiert wurden.

Ein zentrales Ergebnis der Studie lautet: 63 Prozent der untersuchten Unternehmen machen keine eindeutigen Angaben darüber, ob sie die Eingaben und Daten ihrer Nutzer verwenden, um ihre eigenen KI-Modelle weiterzutrainieren. Ganze 42 Prozent der Firmen erwähnen das Thema Modelltraining anhand von Nutzerdaten in ihren Richtlinien überhaupt nicht. Weitere 21 Prozent belassen es bei vagen Formulierungen, die Spielraum für Interpretationen lassen. Für Dich bedeutet das im Klartext: Wenn Du mit einem KI-Tool interagierst, kannst Du Dir in den meisten Fällen keineswegs sicher sein, ob Deine Texte, Fragen oder hochgeladenen Dokumente nicht als Trainingsmaterial für zukünftige Modellversionen dienen.

Ungewisse Speicherfristen und Unterschiede nach Unternehmensgröße
Nicht viel besser sieht es beim Thema Speicherdauer aus. Ganze 65 Prozent der analysierten Anbieter informieren nicht transparent darüber, wie lange Nutzerdaten auf ihren Servern aufbewahrt werden. Während neun Prozent der Unternehmen das Thema Löschung oder Aufbewahrung gar nicht erst ansprechen, greifen 56 Prozent auf schwammige Aussagen zurück, ohne konkrete Zeiträume zu nennen. So bleibt völlig unklar, ob Deine Daten nach Beendigung einer Sitzung gelöscht werden oder jahrelang gespeichert bleiben.

Interessanterweise offenbart die Studie auch Unterschiede bei der Größe der Anbieter. Größere Konzerne schneiden in puncto Transparenz tendenziell besser ab als kleinere Start-ups oder Nischenanbieter. Sie erklären in ihren Datenschutzerklärungen meist detaillierter, wie Daten gesammelt, geteilt, genutzt und aufbewahrt werden.

Die Bedeutung verständlicher Richtlinien betont auch Voldemaras Kadys, Mitglied des Beirats für das AI Trustworthiness Ranking:
Menschen nutzen KI-Werkzeuge heutzutage für fast alles und gewähren diesen Systemen Zugriff auf ihre sensibelsten Daten – manchmal vertrauen sie KI-Chatbots sogar ihre tiefsten Geheimnisse an. Genau deshalb ist es so wichtig, dass Nutzer klar verstehen, was mit ihren Daten geschieht. Niemand sollte vage Formulierungen deuten müssen oder darum kämpfen, zu begreifen, wie die eigenen Informationen verwendet werden.
Voldemaras Kadys
Was Du beim Umgang mit KI-Tools beachten solltest
Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig ein bewusster Umgang mit KI-Anwendungen ist. Da viele Anbieter bezüglich Datenweitergabe, Modelltraining und Aufbewahrungsfristen unzureichende Informationen bereitstellen, solltest Du genau abwägen, welche Informationen Du preisgibst. Sensible persönliche Daten, Passwörter, vertrauliche Dokumente oder geschäftliche Details sollten grundsätzlich nicht ohne Weiteres in unbedachte Chatfenster eingegeben werden, sofern nicht ausdrücklich und verlässlich garantiert wird, dass diese Daten privat bleiben und gelöscht werden.

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