Woher die Schätzung stammt
Da Valve als privates Unternehmen keine offiziellen Geschäftszahlen veröffentlicht, basiert die Einschätzung auf Hochrechnungen von Alinea Analytics, über die zuletzt mehrere Fachmedien berichteten. Den Angaben zufolge soll Steam allein im September 2026 rund 1,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben. Für das dritte Quartal 2026 kommen die Analysten auf etwa 5,5 Milliarden US-Dollar, für das bisherige Jahr insgesamt auf etwa 16,5 Milliarden US-Dollar. Wichtig dabei: Diese Zahlen beziehen sich ausschließlich auf den reinen Verkauf von Spielen über die Plattform, Einnahmen durch Hardware wie das Steam Deck" href="https://amzn.to/3XH3lYE">Steam Deck sind darin nicht enthalten.Warum die Zahl so hoch ausfällt
Dass Steam auf derart hohe Umsätze kommt, überrascht angesichts der Marktposition der Plattform nur bedingt. Millionen von Spielerinnen und Spielern nutzen Steam täglich, und praktisch jeder große PC-Release landet früh oder gleichzeitig mit anderen Plattformen auch im Steam-Store. Hinzu kommen saisonale Rabattaktionen wie der Steam-Sale im Herbst, die zuletzt ebenfalls für hohe Verkaufszahlen bei Klassikern wie Celeste, Hades oder Ori gesorgt haben. Auch neue, erfolgreiche Releases sowie laufende Live-Service- und Free-to-Play-Titel mit In-Game-Käufen tragen zu den geschätzten Umsätzen bei.Bedeutung für Entwickler und Branche
Die Hochrechnung ist auch deshalb relevant, weil Valve von jedem Verkauf über Steam üblicherweise eine Provision von 30 Prozent einbehält, die sich bei besonders erfolgreichen Titeln gestaffelt reduziert. Bei einem geschätzten Jahresumsatz in dieser Größenordnung dürfte also auch ein erheblicher Teil des Geldes direkt an die Entwicklerstudios zurückfließen, die ihre Spiele über die Plattform vertreiben. Offizielle Zahlen von Valve selbst gibt es nach wie vor nicht, weshalb die kolportierten Werte weiterhin als Schätzung und nicht als bestätigte Unternehmenszahlen zu verstehen sind. Dennoch zeichnen die Analysen ein konsistentes Bild: Steam bleibt auch 2026 der mit großem Abstand wichtigste Marktplatz für PC-Spiele weltweit.Wachstum trotz stagnierender Spielzeit
Interessant ist die Schätzung auch im Zusammenhang mit aktuellen Marktdaten des Analyseunternehmens Newzoo, demzufolge die insgesamt mit Free-to-Play-Spielen verbrachte Zeit zuletzt weitgehend stagniert, während vor allem Gacha-Rollenspiele für Wachstum auf dem PC sorgen. Das deutet darauf hin, dass der geschätzte Umsatzzuwachs bei Steam nicht allein durch mehr Spielzeit insgesamt entsteht, sondern zumindest teilweise auch durch höhere Ausgaben pro Spielerin und Spieler, etwa für Vollpreistitel, Erweiterungen oder kosmetische Inhalte in laufenden Live-Service-Spielen.Für die Branche insgesamt bestätigt die Hochrechnung von Alinea Analytics damit vor allem einen Trend, der sich schon länger andeutet: PC-Gaming über Steam wächst weiter, auch wenn die Aufmerksamkeit medial oft stärker auf Konsolen-Exklusivtiteln oder neuen Hardware-Generationen liegt. Für Valve bedeutet das, dass die eigene Marktmacht als zentraler Vertriebskanal für PC-Spiele absehbar nicht kleiner wird – ein Umstand, der auch regulatorisch und für die Verhandlungsposition gegenüber Publishern relevant bleibt.


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