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Gaming-Streams und Let's Plays begeistern Millionen

Umfrage zeigt enorme Reichweite und den Einfluss von Gaming-Streams.



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Vielleicht gehörst auch du zu den Menschen, die regelmäßig einschalten, wenn bekannte Streamerinnen und Streamer ihre neuesten Gaming-Abenteuer präsentieren. Gaming-Livestreams und Let’s Plays sind längst weit mehr als ein Nischenphänomen und prägen den Medienkonsum in Deutschland nachhaltig. Eine aktuelle Untersuchung verdeutlicht nun, wie massiv die Reichweite dieser Formate tatsächlich ist und welche wirtschaftliche sowie kulturelle Relevanz dahintersteckt.

Ein Millionenpublikum auf Twitch und YouTube

Rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahren schaltet regelmäßig bei Gaming-Streams und Let’s Plays auf Plattformen wie Twitch oder YouTube ein. Das entspricht einer Zahl von rund 23 Millionen Menschen. Die hinter dieser Entwicklung stehenden Daten stammen aus einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes game, die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt wurde. Für die Erhebung wurden zwischen dem 7. und 12. November 2025 insgesamt 2.047 Personen ab 16 Jahren online befragt.

Besonders stark ausgeprägt ist das Interesse in den jüngeren Altersgruppen. Mehr als sechs von zehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 24 Jahren (63 Prozent) verfolgen entsprechende Videoinhalte. Doch auch in der Alterskohorte der 25- bis 34-Jährigen greift mehr als die Hälfte (57 Prozent) zu diesen Formaten. Ein zentraler Grund für diese enorme Popularität ist der ausgeprägte Community-Aspekt. Im Gegensatz zu klassischen Fernsehsendungen findet hier ein direkter, interaktiver Austausch statt. Du kannst über den Live-Chat unmittelbar mit den Streamenden kommunizieren, Fragen stellen oder das Geschehen direkt mit beeinflussen. Diese Nahbarkeit sorgt dafür, dass bekannte Streamer längst echten Star-Status genießen, was sich beispielsweise an langen Warteschlangen bei Autogrammstunden auf Messen wie der gamescom zeigt.

Wirtschaftlicher Einfluss und gesellschaftliche Einordnung

Die Bedeutung der Streams geht weit über reine Unterhaltung hinaus. Rund 24 Prozent der Befragten geben an, durch solche Formate bereits auf Videospiele oder andere Produkte aufmerksam geworden zu sein und im Anschluss über einen Kauf nachgedacht zu haben. Diese Werbe- und Aufmerksamkeitswirkung nutzen zunehmend auch klassische Medien und politische Akteure, um neue Zielgruppen zu erreichen.
Let’s Plays und Gaming-Livestreams sind ein faszinierender Ausdruck interaktiver Games-Kultur. Anders als im TV findet hier ein direkter Austausch zwischen Streamenden und Publikum statt. Diese Nahbarkeit ist auch ein Grund für die Beliebtheit der Streamerinnen und Streamer, die längst Star-Status haben, wie etwa die stundenlangen Warteschlangen bei den Autogrammstunden auf der gamescom zeigen. Immer häufiger wählen daher auch klassische Medien oder die Politik die interaktiven Streams, um ein neues jüngeres Publikum zu erreichen: von ehemaligem Kanzlerkandidat Robert Habeck, der während des letzten Bundestagswahlkampfs bei Gaming-Streamer ‚HandOfBlood‘ zu Gast war, bis hin zu bekannten Medienformaten wie die ‚tagesschau' oder ‚Bares für Rares', die jetzt auch auf Twitch-Streams setzen.
Felix Falk

Deutscher Computerspielpreis kürt die Besten der Szene

Wie wichtig Medienschaffende und Streamer für die deutsche Games-Landschaft sind, zeigt sich auch beim Deutschen Computerspielpreis 2026. Bei der wichtigsten Auszeichnung der heimischen Branche entscheidet die Community in einer eigenen Kategorie über die „Spieler*in des Jahres“. Nominiert sind in diesem Jahr Copeylius, Dennsen86, Felikah und JenNyan. Wer seinen Favoriten unterstützen möchte, kann noch bis zum 14. April 2026 online abstimmen. Die offizielle Preisverleihung findet am 29. April in München statt und zeichnet neben den besten Spielen auch herausragende Persönlichkeiten und Leistungen für die Community aus.

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