Verzerrte Realität und verdrängte Traumata
In BrokenLore: Don't Lie schlüpfst du in die Rolle von Junko, einer isoliert lebenden jungen Frau. Von der eigenen Mutter verlassen und von einem emotional abwesenden Vater großgezogen, lernte Junko früh, sich vor der Außenwelt zu verschließen. Frühere Versuche, soziale Kontakte zu knüpfen, endeten in Demütigungen und Ablehnungen, was letztlich zu ihrem vollständigen Rückzug aus der Gesellschaft führte.Dieser Zustand bildet den Nährboden für die düstere Atmosphäre des Titels. Lügen, Medikamenteneinfluss und tief vergrabene Erinnerungen verzerren Junkos Wahrnehmung zusehends. Bekannte Orte verwandeln sich schrittweise in Alpträume und spiegeln ihre innersten Ängste wider. Als Spielerin oder Spieler erkundest du das Geschehen aus der Ego-Perspektive, stellst Nachforschungen an und musst dich Vorfällen stellen, die nicht länger verborgen bleiben. Eine unheimliche, unsichtbare Präsenz reagiert dabei dynamisch auf dein eigenes Verhalten und verstärkt das Gefühl des Ausgeliefertseins. Für zusätzliche Authentizität sorgt eine japanische Synchronisation.
Einordnung in das BrokenLore-Universum
BrokenLore: Don't Lie erzählt zwar eine in sich geschlossene Handlung, fungiert jedoch zeitgleich als direkte Ergänzung zu BrokenLore: Don't Watch. Hatten Spielende im vorherigen Ableger noch auf digitalem Wege Kontakt mit Junko, erlebst du das Geschehen nun direkt aus ihrer eigenen Sicht. Das Entwicklerteam erweitert dadurch die Lore um die Figur Shinji und verleiht den Vorfällen beider Teile zusätzliche Tiefe.Das 2022 von Sebastiano Serafini gegründete Entwicklungsstudio plant noch weitere Kapitel im BrokenLore-Kosmos. Serafini selbst blickt mit gemischten Gefühlen, aber großer Begeisterung auf die Veröffentlichung des aktuellen Werkes:
Ich spüre eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität, jetzt wo das Spiel endlich erscheint. Wir haben lange daran gearbeitet, weshalb das Erreichen dieses Punkts und das Teilen mit den Spielenden etwas ganz Besonderes ist. Dieser Verkaufsstart hat für uns auch eine sehr persönliche Note, da Don't Lie mit Don't Watch verbunden ist und eine Geschichte fortführt, die mit Shinji begann. Ich bin gespannt auf die Reaktionen zu Junkos Geschichte und dazu, wie das Spiel die Verbindungen innerhalb von BrokenLore erweitert. Die Handlung verhandelt Themen wie Isolation, Trauma, Sucht und verzerrte Wahrnehmung. Wir haben viel Sorgfalt in Umgebungen und Sequenzen gesteckt, um sie bedeutungsvoll und visuell einprägsam zu gestalten.



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