Was war der Ausgangspunkt für euer Projekt?
Ursprünglich drehte sich unser Projekt um das Thema Aéropostale. Als wir uns durch Bücher, Dokumentationen und verschiedene Quellen damit beschäftigten, stellten wir fest, dass diese Geschichten unglaublich sind, aber letztlich kaum hervorgehoben werden – besonders nicht in VR.Also wollten wir Spielern ermöglichen, diese historischen Momente immersiv zu erleben, die Herausforderungen und Emotionen dieser Pioniere zu spüren, anstatt nur darüber zu lesen oder sie anzusehen.
„Wir wollten diese historischen Momente nicht nur erzählen, sondern fühlbar machen.“
Wie habt ihr die Balance zwischen Realismus und Spielbarkeit gefunden?
Wir haben ständig versucht, eine Balance zwischen Realismus und Zugänglichkeit zu finden. Das Ziel war nicht, eine reine Simulation zu schaffen, sondern ein immersives und gleichzeitig unterhaltsames Erlebnis.Wir haben uns an echten Ereignissen orientiert, aber bestimmte Elemente für das Gameplay angepasst, um Frust oder übermäßige Komplexität zu vermeiden.
Der Spieler soll die Epoche und ihre Herausforderungen spüren und dabei aktiv und engagiert bleiben.
Welche Rolle spielt die Organisation hinter Aéropostale im Spiel?
Aéropostale besteht nicht nur aus Piloten, sondern ist eine ganze Organisation.Wir wollten zeigen, dass jede Rolle wichtig für den Erfolg der Missionen war.
Dieser Ansatz hilft auch dabei, das Gameplay zu variieren und Monotonie zu vermeiden – mit Elementen wie Planung, Action und Management, die dennoch im historischen Kontext bleiben.
Was macht VR für dieses Projekt so besonders?
VR ermöglicht vollständige Immersion: im Cockpit sitzen, Objekte greifen, die Größe von Umgebungen spüren.Diese Eindrücke lassen sich auf einem klassischen Bildschirm nicht in gleicher Weise reproduzieren.
Es entsteht eine physischere Form des Storytellings, bei der der Spieler entdeckt, beobachtet und interagiert, statt nur passiv einer Geschichte zu folgen.
„VR macht Storytelling körperlich – man erlebt, statt nur zuzusehen.“
Welche Herausforderungen gab es bei der Steuerung, insbesondere beim Hand-Tracking?
Hand-Tracking ist sehr intuitiv, aber auch eingeschränkt im Design.Wir mussten bestimmte Interaktionen vereinfachen, damit sie natürlich und zuverlässig funktionieren.
Zudem haben wir Gameplay-Elemente angepasst, um Frustration durch ungenaue Handerkennung zu vermeiden.
Deshalb bieten wir auch Controller und einen Hybridmodus an, damit Spieler frei wählen können.
Wie seid ihr bei der Darstellung historischer Figuren vorgegangen?
Wir haben auf zahlreiche Quellen zurückgegriffen: Bücher, Berichte, Zeugnisse und Dokumentationen.Ziel war es, ihrem Bild gerecht zu werden – ein mutiger und selbstbewusster Mermoz, ein eher verträumter und nachdenklicher Saint-Exupéry.
Wir haben an ihren Dialogen und ihrem Verhalten gearbeitet, um sie glaubwürdig darzustellen und gleichzeitig für den Spieler zugänglich zu machen.
Wie ist das Gameplay strukturiert?
Das Spiel ist in verschiedene Erlebnisformen unterteilt:Flugphasen, um die Bedingungen des Fliegens zu spüren,
Vorbereitungs- und Wartungsmomente für Einblicke hinter die Kulissen,
sowie Rätsel- und Denkphasen, um Abwechslung zu schaffen.
Das Ziel ist es, zwischen ruhigen und intensiven Momenten zu wechseln, um den Spieler zu fesseln, ohne ihn zu überfordern.
Welche Bedeutung haben die Umgebungen im Spiel?
Sie sind essenziell.Wir wollten, dass die Umgebungen ihre eigene Geschichte erzählen:
die Gefahr der Wüste, die Weite des Ozeans, die Herausforderungen der Berge.
Der Spieler versteht die Situation nicht nur durch Dialoge, sondern auch durch das, was er sieht und fühlt.
„Die Welt selbst erzählt die Geschichte – nicht nur die Figuren.“
An welche Zielgruppe richtet sich das Spiel?
Wir sprechen ein breites Publikum an.VR-Neulinge können eine zugängliche Erfahrung entdecken, Luftfahrt-Enthusiasten profitieren von einem starken historischen Kontext und Storyliebhaber erleben eine immersive Erzählung.
Unser Ziel war es, das Spiel so umfassend wie möglich zu gestalten.
Wie sehen eure Zukunftspläne aus?
Aktuell liegt der Fokus auf dem Release und der Umsetzung für weitere Plattformen wie Steam.Danach werden wir auf das Feedback der Spieler reagieren.
Es gibt definitiv Potenzial, weitere Epochen zu erkunden oder zusätzliche Inhalte anzubieten, aber konkrete Entscheidungen sind derzeit noch nicht getroffen.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!