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Jeder Acker, jede Fabrik: Dokufilm verschiebt Kinostart

Vor dem Start im Januar 2027 geht die Dokumentation auf Deutschland-Tour.



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Die gesellschaftliche Debatte über Wege aus globalen Krisen und wirtschaftlichen Umbrüchen erhält eine neue filmische Plattform. Der Dokumentarfilm "Jeder Acker, jede Fabrik" legt den Fokus auf die Sichtweisen von Beschäftigten und die Frage nach einer post-kapitalistischen Zukunft. Ursprünglich früher geplant, steht nun fest: Der bundesweite Kinostart des Projekts verschiebt sich auf Januar 2027. Ein exakter Premierentag wird in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Falls du nicht bis zum regulären Kinorelease warten möchtest, hast du allerdings schon im Herbst 2026 die Gelegenheit, das Werk auf großer Leinwand zu erleben und mit den Filmschaffenden zu diskutieren.

Diskussionsreise durch zahlreiche deutsche Städte

Ab dem 15. Oktober 2026 starten Regisseurin Johanna Schellhagen und Ko-Regisseur Marco Bauer eine umfassende Kinotour durch Deutschland. Den Auftakt bildet Berlin mit einer Vorführung im Kino in der Brotfabrik, wo der 68-minütige Film sowohl in der deutschen als auch in der englischen Fassung gezeigt wird. Im Anschluss macht die Tour in zahlreichen weiteren Städten Halt, um den Film im Rahmen von Kinovorführungen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in Stadtteilläden oder universitären Räumen zu präsentieren.

Das Regie-Duo bringt unterschiedliche Hintergründe in das Projekt ein. Johanna Schellhagen, die in Berlin lebt und analytische Philosophie in Österreich studierte, arbeitet seit vielen Jahren als unabhängige Dokumentarfilmerin im aktivistischen Kontext fernab des klassischen Fernsehens. Sie engagiert sich bei der Medienplattform Labournet TV und veröffentlichte zuletzt ein Buch zur planetaren Zukunft. Marco Bauer arbeitet in einem Krankenhaus im englischen Bristol und ist Mitglied der Gruppe AngryWorkers, die unter anderem die Publikation Vital Signs Magazine herausbringt. Beide Macher wollen mit ihrem gemeinsamen Film gezielt einen Anstoß für eine kollektive Debatte über gesellschaftliche Veränderungen geben.

Perspektiven von der Basis und Grundzüge neuer Wirtschaftsformen

Inhaltlich setzt sich "Jeder Acker, jede Fabrik" kritisch mit den Herausforderungen aktueller Systemkrisen auseinander. Die Macher hinterfragen die Verteilung von Ressourcen, den Einsatz neuer Technologien für wirtschaftliche Zwecke und die Bedingungen, unter denen die Masse der Arbeiterinnen und Arbeiter für Niedriglöhne tätig ist. Statt bloßer Zustandsbeschreibung sucht die Dokumentation nach Lösungsansätzen und richtet den Blick auf historische wie gegenwärtige Kämpfe.

Dafür haben die Filmemachenden insgesamt 50 Arbeiterinnen und Arbeiter, Zeitzeuginnen sowie Theoretikerinnen interviewt. Das Spektrum der Stimmen reicht von Menschen auf Gemüseäckern und in Krankenhäusern über Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr bis hin zu Stimmen aus Umspannwerken. Unter den Mitwirkenden finden sich unter anderem Sergio Bologna, Francisco Moreno, Ana Barradas, Lars Hirsekorn und Heide Lutosch. Aus diesen Erfahrungsberichten und Analysen schöpft der Film Grundzüge einer demokratischen Planwirtschaft und reflektiert, was sich von den sozialen Bewegungen der 1970er-Jahre für die Gegenwart lernen lässt.

Die Termine der Kinotour im Überblick

Die Vorführungen finden jeweils in Anwesenheit des Regie-Duos statt. Folgende Stationen stehen auf dem Programm der Tour im Oktober 2026:
  • 15. Oktober 2026: Berlin, Kino in der Brotfabrik (19:15 Uhr)
  • 16. Oktober 2026: Berlin, Stadtteilladen Rote Lily (19:00 Uhr)
  • 17. Oktober 2026: Jena, Universität Jena (16:00 Uhr)
  • 19. Oktober 2026: Frankfurt am Main, Wohnprojekt Kolle (19:00 Uhr)
  • 20. Oktober 2026: Nürnberg, Stadtteilladen Schwarze Katze (19:00 Uhr)
  • 21. Oktober 2026: Tübingen, Infoladen (19:00 Uhr)
  • 21. Oktober 2026: Heilbronn, Soziales Zentrum Käthe (19:00 Uhr)
  • 22. Oktober 2026: Stuttgart, Kino Delphi (20:15 Uhr)
  • 28. Oktober 2026: München, Kulturladen Westend (19:00 Uhr)
  • 29. Oktober 2026: Dachau, Freiraum (19:00 Uhr)
  • 29. Oktober 2026: Göttingen, Kino Lumiére (19:00 Uhr)
  • 30. Oktober 2026: Aschaffenburg, FAU Lokal (19:00 Uhr)
Verliehen wird die deutsche Produktion von Labournet TV. Neben Ausschnitten und einem Trailer stehen interessierten Zuschauern auf den Plattformen der Beteiligten weitere Begleitmaterialien und Informationen zum Film zur Verfügung.

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