Ein Mord im dritten Stock und ein ungleiches Ermittlerpaar
Im Mittelpunkt der Handlung steht Colette, dargestellt von Laetitia Casta. Als Professorin für Filmgeschichte ist sie eine ausgewiesene Expertin für die Meisterwerke von Alfred Hitchcock. Beruflich ist sie somit bestens darin geschult, hinter unscheinbaren Fassaden und alltäglichen Beobachtungen dunkle Geheimnisse zu vermuten. Ihre theoretischen Kenntnisse werden jedoch schlagartig auf eine praktische Probe gestellt, als sie ihren neuen Nachbarn aus dem dritten Stock der gegenüberliegenden Häuserzeile beobachtet. Der Mann, gespielt von Guillaume Gallienne, gerät in Colettes Visier: Sie ist felsenfest davon überzeugt, Zeugin eines Verbrechens geworden zu sein und dass der Nachbar seine eigene Ehefrau ermordet hat.Ihr Ehemann François, verkörpert von Gilles Lellouche, begegnet der schrecklichen Vermutung seiner Frau zunächst mit verständlicher Skepsis. François verdient sein Geld als Autor historischer Kriminalromane und wirkt selbst ein wenig aus der Zeit gefallen. Für ihn klingt Colettes Verdacht zunächst wie eine abstruse Phantasie. Doch je mehr merkwürdige Indizien auftauchen, desto schwerer fällt es ihm, sich dem beunruhigenden Verdacht seiner Frau zu entziehen.
So verwandelt sich das Ehepaar schrittweise in ein ungleiches Ermittlerduo. Während Colette die Situation messerscharf in Hitchcock-Kategorien analysiert und kombiniert, stolpert François eher widerwillig, aber mit wachsender Begeisterung in die Nachforschungen hinein. Die Suche nach der Wahrheit entwickelt sich rasch zu einer ebenso gefährlichen wie absurden und romantischen Angelegenheit.
Hitchcock-Huldigung mit prominenter Besetzung
Für das Drehbuch und die Regie der etwa 104 Minuten langen Produktion zeichnet Rémi Bezançon verantwortlich. In „Verdächtig nette Nachbarn“ – im französischen Original „Le Crime du 3e étage“ und international unter dem Titel „Murder In The Building“ bekannt – verwebt er gekonnt französische Leichtigkeit mit stilvollen Anspielungen an die Kriminalgeschichte.Auch die französische Presse fand bereits lobende Worte für das Werk. So hält das Magazin Le Figaro fest:
Eine beschwingte und höchst amüsante Krimikomödie.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!