Musikalische Wurzeln und der Weg zum Solo-Debüt
Die Anfänge von Letkowskis musikalischem Werdegang reichen weit zurück. Alles begann Anfang der neunziger Jahre in dem sachsen-anhaltinischen Dorf Groß Börnecke, kurz nach der Wende. Von seinem Vater bekam er damals eine alte DDR-Gitarre geschenkt, die vollflächig mit Micky-Maus-Aufklebern verziert war. Für den gebürtigen Hallenser funktionierte das Instrument als ein entscheidendes Portal in eine vertraute und kreative Welt. Zunächst spielte er darauf Stücke von Künstlern wie Rainer Lakomy und Gerhard Schöne nach, ehe er seine Leidenschaft für den Punkrock entdeckte. Bands wie The Bates, WIZO, Chaos Z, Slime, Ramones und The Clash prägten seinen musikalischen Geschmack und ließen ihn tief in die handgemachte Rockmusik eintauchen.Lange Jahre war er Teil der Band Von Eden, deren Auflösung inzwischen sechs Jahre zurückliegt. Nun meldet er sich unter seinem eigenen Namen und als Solokünstler zurück. Dieser Schritt bringt eine hörbare Veränderung mit sich: Die neuen Songs klingen direkter, nahbarer, reflektierter und freier. Das anstehende Album fungiert als ein facettenreiches Kaleidoskop voller Erfahrungen und Eindrücke. Inhaltlich bewegen sich die Stücke oft im Spannungsfeld zwischen den alltäglichen Problemen der eigenen Identitätsfindung, dem Hadern mit den Zuständen der Welt und der damit verbundenen Verantwortung. Wer den Sound von Formationen wie Jupiter Jones, Thees Uhlmann, Niels Frevert oder Enno Bunger schätzt, findet hier einen spannenden neuen Ankerpunkt.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!