Wer die früheren Alben des Künstlers verfolgt hat, erinnert sich vielleicht an Werke wie „Prism“, „Buried and Resurfaced“ (beide 2015) oder den Nachfolger „Settlers“ aus dem Jahr 2016. Zwar wird die Musik von Western Skies Motel oft in die Schublade des „Ambient Americana“ gesteckt, doch greift diese Etikettierung zu kurz. Die Stücke zeichnen sich durch warme, komplexe Texturen aus, die auf Gitarren und Drone-Effekten basieren. Sie wirken meditativ und erinnern in ihrer tiefen emotionalen Wirkungskraft bisweilen an die Arbeiten von Komponisten wie Arvo Pärt, William Basinski oder an die atmosphärischen Soundtracks von Nick Cave und Warren Ellis. Dabei setzt der Kopf des Projekts bewusst auf Entschleunigung, wie er selbst betont:
Ich mag es schlicht. Weniger Töne und längere Noten.
Gastmusiker und konzeptioneller Hintergrund
Ganz auf sich allein gestellt war der dänische Musiker im Studio allerdings nicht. Freue dich bei den insgesamt zwölf Kompositionen auf namhafte Unterstützung, die das klangliche Spektrum des Albums spürbar erweitert. So bereichern Julia Kent, die unter anderem bereits mit Bands wie Swans und Anohni and the Johnsons zusammengearbeitet hat, am Cello, Nils Gröndahl von Under Byen an der Violine sowie Jens Hein am Bass die Aufnahmen. Ursprünglich hatte das Projekt einen ganz anderen Weg eingeschlagen, wie der Künstler verrät:Anfangs dachte ich, ich würde eine Art imaginären Soundtrack für einen Roadmovie machen. Irgendwann merkte ich, dass es sich langsamer bewegt. Eher wie eine Fußreise, versunken in die Landschaft. Ich betrachte das Album als einen langsamen, einsamen Spaziergang.
Tracklist
- Road
- Stranded
- Psalm
- Lullaby
- Caravan
- Nightfall
- All is Gone
- Windswept
- Fountain
- Fragment
- Black Desert
- Coda



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