Ein lukratives Angebot mit fatalen Konsequenzen
Die Handlung führt dich in die Welt des einfachen Dienstmädchens Martha, das im Anwesen des wohlhabenden Ehepaars Rod und Isabel arbeitet. Das Paar führt nach außen hin ein perfektes Leben, leidet jedoch unter unerfülltem Kinderwunsch, da Isabel unfruchtbar ist. Um diesen Zustand zu ändern, unterbreiten die Hausherren Martha ein finanziell verlockendes Angebot: Sie soll als Leihmutter einspringen.Der Plan sieht eigentlich nur eine einmalige, rein funktionale Intimität zwischen Martha und Rod vor. Die Realität nimmt jedoch rasch eine völlig andere Wendung, denn aus der Zweckgemeinschaft erwächst eine leidenschaftliche und unkontrollierbare Affäre. Die geheime Liaison bleibt der streng gläubigen Isabel nicht lange verborgen. Ihre tief sitzende religiöse Obsession verwandelt das Haus in einen Ort des Terrors. Es beginnt eine Eskalation aus Schuldgefühlen, wahnhaftem Verfolgungstrieb und Gewalt, die schließlich in einer blutigen Tragödie gipfelt.
Gesellschaftskritik und Starmusikanten des philippinischen Kinos
Regisseur Bobby Bonifacio Jr. nutzt das Kammerspiel nicht nur für suspensereiche Unterhaltung, sondern wirft zugleich ein Schlaglicht auf Klassenunterschiede, machtbezogene Ausbeutung und die heuchlerische Fassade puritanischer Moral. Das Aufeinanderprallen von sexueller Abhängigkeit und religiösem Wahn verleiht dem Geschehen eine anhaltend beklemmende Atmosphäre.Besetzt ist das Filmdrama mit einigen der markantesten Darstellerinnen und Darsteller des philippinischen Films. Sid Lucero, der sich durch Rollen in hochgelobten Werken wie „Selda“ oder „Donsol“ einen Namen gemacht hat, übernimmt eine der zentralen Figuren. An seiner Seite agiert Stephanie Raz, die bereits in Titeln wie „Sabel is still young“ und „Hugas“ überzeugte. Vervollständigt wird das Ensemble durch Victor Relosa („Victoria’s Silver“), Millen Gal („Sagrada luna“) sowie die charakterstarke Mercedes Cabral, die auch internationalen Kinogängern aus Produktionen wie „Serbis“ oder Park Chan-wooks Meisterwerk „Durst“ bekannt sein dürfte.
Kritiker zeigten sich fasziniert von der eigenwilligen Tonalität des Werks. Der Filmjournalist Mario Bautista fasste seinen Eindruck wie folgt zusammen:
Aus dem Geist eines visionären Filmemachers.
Gewagt, bitter und bizarr.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!