Chaos, Melodien und seltsame Geschichten
Seit ihrer Gründung und ihrem Einstieg in die weltweite Extrem-Metal-Szene im Jahr 2011 hat sich die Band aus der norwegischen Hauptstadt einen festen Namen für unkonventionelle Klänge erarbeitet. Auch 16 Jahre nach den Anfängen zeigen Beaten To Death keinerlei Interesse daran, sich aktuellen Trends anzupassen oder gewöhnliche Musikerentscheidungen zu treffen. Stattdessen setzt die Gruppe erneut auf eine wilde Mischung aus rasenden Grindcore-Rhythmen, eingängigen Melodien, korrosiven Gitarrenriffs und einer gesunden Dosis Absurdität. Soundästhetisch bewegt sich das Schaffen der Norweger in einer Nische, die Erinnerungen an das Aufeinandertreffen von Schwergewichten wie Nasum, The Dillinger Escape Plan, Mastodon und Mr. Bungle weckt.Auf "Vntrve" erwarten dich zudem ungewöhnliche inhaltliche Ausflüge. Die Texte behandeln unter anderem psychedelische Geschichten über Ponys, Dämonen, Videospiele sowie die Eigenheiten der Metal-Subkultur. Ob die Band damit ernsthaft versucht, eine breitere Hörerschaft anzusprechen, oder ob es sich schlicht um die Fortsetzung ihres bewährten musikalischen Vandalismus handelt, lassen die Musiker augenzwinkernd offen.
Diskografie ohne Altersmilde
Mit dem neuen Album knüpfen Beaten To Death nahtlos an ihre bisherigen Veröffentlichungen an, zu denen bekannte Werke wie "Xes and Strokes", "Last Maar, Ik Verhuis Naar Het Bos" und "Sunrise Over Rigor Mortis" gehören. Über ihre gesamte Karriere hinweg haben die Norweger gezeigt, dass Erwachsenwerden im extremen Metal völlig überschätzt wird. Das Ergebnis ist eine ungezähmte Variante des Grindcore, die vor allem durch ihre Dynamik und Unvorhersehbarkeit heraussticht.Eingespielt wurde das Werk in der gewohnten Besetzung: Anders Bakke übernimmt den Gesang, während Martin Rygge und Tommy Hjelm an den Gitarren und den Backing Vocals für die nötige Riff-Power sorgen. Das Schlagzeug wird wie gewohnt von Christian "Bartender" Svendsen bedient. Gemeinsam stellen die vier Musiker unter Beweis, dass chaotische Energie und spritzige Einfälle auch nach vielen Jahren im Musikgeschäft keineswegs Mangelware sein müssen.


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