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Operation Avalanche: Als die CIA die Mondlandung fälschte

Ein cleverer Doku-Thriller greift die berühmte US-Verschwörung auf.



Operation Avalanche: Als die CIA die Mondlandung fälschte Bild Operation Avalanche: Als die CIA die Mondlandung fälschte Screenshot Operation Avalanche: Als die CIA die Mondlandung fälschte Foto

Verschwörungstheorien rund um historische Ereignisse haben Hochkonjunktur. Besonders die erste Mondlandung im Jahr 1969 bietet seit Jahrzehnten Nährboden für Spekulationen. Millionen Menschen verfolgten damals am Fernseher, wie Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond betraten. Doch was, wenn dieser historische Meilenstein in Wahrheit in einem Studio inszeniert wurde? Genau an dieser populären US-Verschwörungstheorie setzt der Film Operation Avalanche an und spinnt einen ebenso aberwitzigen wie spannenden Doku-Thriller darum. Du tauchst in eine Welt ein, in der Paranoia, Filmkunst und Kalter Krieg Hand in Hand gehen.

Zwischen einer echten Krise und Hollywood-Tricks

Die Handlung versetzt dich zurück in eine Zeit, in der die Vereinigten Staaten unter gewaltigem Druck standen. US-Präsident John F. Kennedy hatte öffentlich versprochen, dass noch vor dem Ende der sechziger Jahre ein Amerikaner den Mond betreten wird. Doch hinter den Kulissen kämpft die NASA mit massiven technischen Problemen. Zwar gelingt es der Raumfahrtbehörde durchaus, Menschen zum Mond zu schießen, aber an eine sichere Rückkehr ist zu diesem Zeitpunkt kaum zu denken. Im Nacken sitzt den Amerikanern zudem der große Konkurrent aus der Sowjetunion, der im Wettlauf im All gefährlich nah herangerückt ist.

In diese angespannte Gemengelage stolpert der filmverrückte CIA-Neuling Matt Johnson. Als er zufällig Wind von dem drohenden Desaster bekommt, reift in ihm eine völlig irre Idee. Er beobachtet, wie Regisseur Stanley Kubrick gerade an seinem Meisterwerk 2001: Odyssee im Weltraum arbeitet und dafür verblüffend täuschende Spezialeffekte nutzt. Wenn Hollywood solche Welten erschaffen kann, warum soll man dann nicht die entscheidenden Prozent der Mondlandung auf Zelluloid bannen, die der NASA im entscheidenden Moment fehlen? Was als Schnapsidee beginnt, wächst sich zu einer gigantischen Täuschungsaktion aus, die das Duo immer tiefer in einen Strudel aus Lügen und Geheimdiensten zieht.

Mutige Dreharbeiten mitten im Herzen der NASA

Was Operation Avalanche von klassischen Spielfilmen abhebt, ist seine radikale Inszenierung. Regisseur und Hauptdarsteller Matt Johnson setzt konsequent auf einen grobkörnigen Found-Footage-Stil im Retro-Look, der den Eindruck erweckt, man sichte echtes Archivmaterial aus den späten Sechzigern. Um die Illusion perfekt und die Realsatire greifbar zu machen, ging das Produktionsteam extrem weit: Sie schmuggelten sich tatsächlich heimlich in die offiziellen Räumlichkeiten der NASA ein. Unter dem Vorwand, eine ganz harmlose Dokumentation über die Raumfahrtbehörde zu drehen, entstanden dort Aufnahmen, die dem Film einen einzigartigen, fast dokumentarischen Realismus verleihen.

Ascot Elite Entertainment veröffentlichte den ungewöhnlichen Streifen im Januar 2017 auf DVD, Blu-ray sowie als Download. Wenn du dich für die Mechanismen hinter medialen Inszenierungen interessierst und einen Blick hinter die Kulissen einer alternativen Geschichtsschreibung werfen möchtest, bietet der Film eine unterhaltsame und zugleich bissige Auseinandersetzung mit der Frage, was wir glauben und was uns letztlich nur gezeigt wird.

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