Das Album, dessen Titel aus dem Altnordischen übersetzt „Erwachte Seele“ bedeutet, versteht sich nicht als klassischer Genremix oder einfache Modernisierung alter Klänge. Vielmehr agiert das Kollektiv als eigenständige Kraft, die tief in die Wurzeln der nordischen Tradition greift. Neben Mjelva gehören Gitarrist Stian Kårstad, der unter anderem aus Bands wie Trelldom und Djerv bekannt ist, Schlagzeuger Jon Even Schärer, Bassist Sindre Bråthen Tjørswaag sowie Gast-Growler Haldor Bromstad zum kreativen Line-up.
Als Volksmusiker habe ich das Gefühl, dass die alte Musik und Kultur Norwegens Teil meines Erbes sind. Ich nutze die Fidel, um Klangteppiche zu erzeugen, anstatt sie als Hauptmelodie einzusetzen. Es gibt viele Folk-Metal-Bands, die die Volksmusik nicht wirklich verstehen. Sie schreiben Melodien, die volkstümlich klingen, gespielt mit schweren Gitarren, aber ich glaube nicht, dass das sonderlich gut funktioniert. Ich wollte die nordischen Elemente als Soundscape nutzen, die zu der sehr harten Musik passt.
Eine facettenreiche Klangreise durch verschiedene Welten
Bei den Aufnahmen teilten sich Mjelva und Co-Produzent Stian Kårstad die Gitarrenarbeit, während das rhythmische Fundament von Tjørswaags tiefem Bass und Schärers vielschichtigem Schlagzeugspiel getragen wird. Die Songs entfalten eine dynamische Bandbreite, die von brachialer Aggression bis hin zu tief empfundener Melancholie reicht und den Hörer auf eine emotionale Entdeckungsreise schickt.In meinem Kopf ist dieses Album eine Reise, die den Zuhörer durch verschiedene Welten führt. Ich wollte einige sehr dunkle Musikstücke schreiben, aber natürlich kann das gesamte Album nicht nur düster sein, weshalb die Songs mit unterschiedlichen Tonalitäten und Tempi für Variation sorgen.


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