Architect of Seth: Rückkehr nach langer Pause
Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen des Projekts meldet sich Multiinstrumentalist und Sänger Pyromancer mit Architect of Seth zurück. Nach dem Debütalbum "The Persistence Of Scars" im Jahr 2013 führten Besetzungsprobleme zu einer jahrelangen Unterbrechung. Pyromancer half in dieser Zeit als Session-Schlagzeuger bei verschiedenen Bands aus und arbeitete im Hintergrund unermüdlich an neuem Material. Das Ergebnis dieser langen Entstehungsphase ist das zweite Album "Solitude Solaire".Inhaltlich verarbeitet Pyromancer darin eine persönliche und bewegte Lebensphase:
Das Album beschäftigt sich hauptsächlich mit den Höhen und Tiefen eines fünfzehn Jahre währenden Kapitels meines Lebens. Ungeheilte Wunden, Verlassenwerden und Scheinheiligkeit, Verrat, der meinen Weg geprägt hat, sepiafarbene Erinnerungen an die Gegangenen... Es ist der wahrhaftige Bericht einer Existenz, die von inneren Dämonen heimgesucht wird, trotz der instinktiven Weigerung, im Dunkeln zu versinken. Jeder Track ist ein eingesteckter oder ausgeteilter Schlag, denn genau so war mein Leben.
Malignant Spirit: Anarchischer Horror aus den USA
Ein weiteres Debüt liefert das US-Kollektiv Malignant Spirit mit dem Werk "A Serpent to Devour, A Servant to Abhor". Hinter der Band stehen Musiker aus den Reihen von Venomous Echoes, Sleep Paralyses und Veilburner, die hier unter dem Namen "Wardens of the Triarchy" auftreten. Das Projekt verfolgt einen stark theatralischen Ansatz und teilt sich in drei Rollen auf: "The Obituist" übernimmt die Rolle des Chronisten, der das Ende der Dinge dokumentiert. "Ossiculum" fungiert als Architekt ("Coagula"), der aus den Überresten Neues baut, während "Oxydyz'r" ("Solve") für die Prozesse der Zersetzung zuständig ist.Klanglich entzieht sich das Album üblichen Genre-Kategorien und versteht sich als düstere Soundkulisse. Das Zusammenspiel aus verfremdeten Arrangements, unkonventionellen Rhythmen und plötzlichen Wendungen erzeugt eine beklemmende Atmosphäre. "A Serpent to Devour, A Servant to Abhor" erscheint auf CD und digital.
Polderhaat: Mittelalterlicher Elend-Black-Metal
Aus Amsterdam stammt das Duo Polderhaat, das mit "Klaagliederen" sein erstes Album vorlegt. Der Name des Projekts verbindet das Wort "Haat" (Hass) mit dem niederländischen Begriff "Polder", der künstlich dem Meer abgerungenes Land bezeichnet. Die Band greift in ihren Texten das harsche Leben im niederländischen Mittelalter auf und beleuchtet Themen wie religiösen Fanatismus, schwere Arbeit und gesellschaftliche Unterdrückung.Musikalisch bietet das Duo aus Dion Linssen und Vincent Schmeits rohen, hypnotischen Black Metal mit melancholischer Note. Ergänzt wird die Musik durch ungewöhnliche Instrumente wie die Posaune von Gastmusiker Niek Bollemeijer sowie Streicher und liturgische Gesänge. Am Ende des Stücks "Ellende" kommt beispielsweise ein "Kyrie Eleison" zum Einsatz. "Klaagliederen" wird ebenfalls auf CD und in digitaler Form veröffentlicht.


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