Ein Konzeptalbum über Hass und Untergang
Inhaltlich schöpfen Amthrya tief aus der fernöstlichen Kultur und verweben Elemente aus der japanischen Folklore und Mythologie mit düsteren, dissonanten Klanglandschaften. Der Titel der Scheibe bezieht sich direkt auf das japanische Konzept von Onnen (怨念), was übersetzt einen tief verwurzelten Groll, ein langanhaltendes Ressentiment oder unerbittlichen Hass beschreibt. Die Musiker nutzen diesen Begriff als inhaltliches Fundament für eine Veröffentlichung, die den Hass nicht nur als bloßes menschliches Gefühl betrachtet, sondern als eine physische, metaphysische und letztlich universelle Kraft inszeniert.Aufgebaut ist das Werk als eine düstere Oper in fünf Akten. Entlang dieser dramaturgischen Struktur entfaltet sich eine Geschichte, die den schleichenden Zerfall einer Welt nachzeichnet. Das Konzept beschreibt, wie sich die zerstörerische Kraft des Hasses langsam durch die Realität frisst, kriegerische Auseinandersetzungen entfacht, Räume und Orte metaphorisch vergiftet und die Gesellschaft schließlich unaufhaltsam dem Ruin entgegentreibt. Musikalisch richtet sich das Werk an Liebhaber von extremen Metal-Genres; wer in seinen Hörgewohnheiten Gruppen wie Samael oder Behemoth schätzt, wird auf dem Album vertraute dunkle Atmosphären und dissonante Riffstrukturen wiederfinden.
Mit der Ankündigung des neuen Werks stellt die Band zudem ihr überarbeitetes Line-up vor. An der Front agiert Kasumi Onryō, die mit ihren Vocals das visuelle und akustische Erscheinungsbild prägt. Gitarrist Barry Yukimura zeichnet nicht nur für die Riffs und zweite Gesangslinien verantwortlich, sondern steuert auch die orchestralen Arrangements bei, welche die dramatischen Höhepunkte der fünf Akte untermalen. Ergänzt wird das Quartett durch Bassist Nik Shinigami am Tieftöner sowie Schlagzeuger Norman Arashi, der am Schlagzeug das dynamische Fundament der Kompositionen legt.
Das Album umfasst insgesamt neun Titel, deren Bezeichnungen teils englisch, teils japanisch gehalten sind und damit die inhaltliche Ausrichtung des Werks auch titeltechnisch widerspiegeln.
Tracklist
- Chinmoku no Jinja
- Jusō
- Shudan Bōrei
- Crawling Grudge
- Shin'en
- Void’s Undertow
- Lay of Ruin
- Onnen
- Onnen no Ōkotoba


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