Eine prägende Band der finnischen Metal-Szene
Die Geschichte der Formation reicht weit zurück. Gegründet wurde sie im Jahr 1992 in der finnischen Stadt Raahe. Lange Zeit schien es, als sei das Kapitel nach der Auflösung im Jahr 2011 für immer geschlossen. Doch der bleibende Einfluss von Songs wie „Little Angel“, „Colder“ oder „In Trust of No One“ sorgte dafür, dass die Gruppe in den Herzen der Fans unvergessen blieb. Der endgültige kommerzielle und kreative Durchbruch gelang der Band Anfang der 2000er-Jahre, insbesondere durch das 2002 veröffentlichte Album „Downhearted“. Damals erspielten sich die Musiker mit einer intensiven Live-Energie und ausgedehnten Tourneen an der Seite von Genre-Schwergewichten wie Sentenced und Nightwish einen festen, respektierten Platz in der europäischen Metal-Landschaft. Fünf Studioalben und eine Kompilation standen zu Buche, ehe sich die Wege der Bandmitglieder vor über einem Jahrzehnt trennten.Rückkehr zu den Wurzeln und bewährte Produzenten
Die Initialzündung für das Comeback gab die Ankündigung der Reunion-Tour im März 2025, deren Tickets in Finnland innerhalb von Tagen vergriffen waren. Noch vor Bekanntgabe der Live-Termine begannen interne Gespräche über die Produktion neuer Musik. Die Musiker wollten keineswegs nur als reiner Nostalgie-Act auf die Bühne zurückkehren, sondern mit frischem Material an alte Erfolge anknüpfen.Wir wollten frische Musik mit diesem Line-up auf den Tisch bringen – nicht nur als Teil der Setlist für die Tour, sondern auch, um die kommenden Shows zu unterstützen und uns auf bedeutsame Weise wieder mit unserem Publikum zu verbinden. Der neue Track ist eine reiche Verschmelzung des heutigen Charon und jener melodischen, emotionalen Tiefgründigkeit, die unsere Musik in den frühen 2000er-Jahren definierte. Es zeigt Charon auf dem Höhepunkt unserer Identität, mit mutigen, kompromisslosen Rock-Elementen, ansteckenden Gitarrenriffs und der unverwechselbaren stimmlichen Präsenz von JP Leppäluoto, dessen Interpretationsstil unerreicht bleibt.
Ob aus dieser einmaligen Rückkehr und dem großen Andrang bei den Live-Shows langfristig noch mehr entsteht, bleibt abzuwarten. Vorerst feiern Fans jedoch das Comeback einer Band, die den finnischen Gothic Metal der 2000er-Jahre stark beeinflusste und nun mit „Fall of Angels“ eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass sie nichts von ihrer Energie verloren hat.


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