Einblicke in den Alltag junger Mütter
Im Mittelpunkt der Handlung stehen fünf Teenagerinnen namens Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma. Sie alle leben in einem speziellen Heim für junge Mütter und teilen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Babys. Der Film beleuchtet ihre Lebensrealitäten, die stark von der sozialen Determinierung durch Armut und emotionalen Defiziten geprägt sind. Oft drohen sich dadurch Verhaltensweisen über Generationen hinweg zu wiederholen. Das Werk begleitet die Protagonistinnen dabei, wie sie versuchen, diesen Kreislauf zu durchbrechen und dabei individuelle, eigenständige Menschen jenseits bloßer Klischees zu werden.Getragen wird diese intensive Geschichte von einem vielversprechenden Ensemble. Vor der Kamera agieren Babette Verbeek, Elsa Houben, Janaina Halloy Fokan, Lucie Laruelle und Samia Hilmi. Die Regisseure selbst beschreiben den Entstehungsprozess und die Figurenzeichnung ihres Films in einem Statement wie folgt:
Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist. Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell. Sie hören in gewisser Weise auf, Figuren zu sein – und werden zu Menschen.
Erfolgreiche Festivalgeschichte und Auszeichnungen
Bereits vor dem regulären Kinostart konnte das Drama auf internationaler und nationaler Ebene große Erfolge feiern. Seine Weltpremiere feierte „Jeunes mères – Junge Mütter“ im Rahmen des renommierten 78. Filmfestivals von Cannes. Dort wusste der Film die Jury zu überzeugen und wurde mit dem Preis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet. Zusätzlich durften sich die Filmemacher über den Preis der Ökumenischen Jury freuen. Mit diesem Werk wurden Jean-Pierre und Luc Dardenne bereits zum zehnten Mal im Hauptwettbewerb des traditionsreichen Festivals in Südfrankreich präsentiert. In den Jahren 1999 und 2005 konnten die beiden Brüder dort bereits den begehrten Hauptpreis mit nach Hause nehmen.Auch in Deutschland gab es bereits vorab wichtige Stationen. Die Deutschlandpremiere fand beim Filmfest Hamburg 2025 statt. Bei dieser Gelegenheit wurden Jean-Pierre und Luc Dardenne mit dem renommierten Douglas Sirk Preis geehrt, was den künstlerischen Stellenwert des Films unterstreicht. Neben den Regisseuren zeichnen sich auch die Produzenten Delphine Tomson und Denis Freyd für die Entstehung des Projekts verantwortlich.
Ab dem 5. März 2026 hast du nun bundesweit die Gelegenheit, dich im Kino von der emotionalen Wucht des Films zu überzeugen, der von Wild Bunch Germany in die Lichtspielhäuser gebracht wird.


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