Musik

Ancient Malice: Neue Death-Metal- und Grindcore-EP "Worm Tongue"

Das irische Projekt liefert rauen HM-2-Sound ganz ohne Studio-Klicks.



Ancient Malice: Neue Death-Metal- und Grindcore-EP

Die irische Extreme-Metal-Szene meldet sich mit einem ungeschliffenen Lebenszeichen zurück: Die Grindcore- und Death-Metal-Band Ancient Malice hat ihre neue EP "Worm Tongue" herausgebracht. Die Veröffentlichung umfasst insgesamt fünf Stücke und schließt an das Debütalbum "Accept the Vile Gifts of the Dead" an. Wer eine Vorliebe für den kompromisslosen Underground-Sound der späten 1980er-Jahre hegt, findet hier eine Punktlandung. Die Band bleibt dem Schmutz, dem Chaos und der rohen Energie treu, die das Genre in seinen Anfangstagen ausmachten.

Rauer Aufnahmeansatz ohne digitale Korrekturen

Musikalisch bewegen sich Ancient Malice im Schnittfeld von frühem Death Metal, Crust Punk und rasenden Grindcore-Eruptionen. Der Sound entspringt derselben rustikalen DIY-Welt, die einst die frühe Tausch- und Demo-Kultur der extremen Musikszene prägte. Das Klangbild wird maßgeblich von der charakteristischen HM-2-Verzerrung getragen, die unter anderem durch die frühe skandinavische Szene Berühmtheit erlangte. Ergänzt wird diese mächtige Soundwand durch rasende Blastbeats, plötzliche Grind-Ausbrüche und schleppende, zähflüssige Passagen, die eine düstere Atmosphäre heraufbeschwören.

Ein entscheidendes Detail der Produktion betrifft die Arbeitsweise im Studio: Die Aufnahmen zu "Worm Tongue" entstanden komplett ohne Klick-Track und ohne nachträgliche Schnittkorrekturen oder Drop-ins. Durch den Verzicht auf digitale Hilfsmittel und Nachbearbeitungen bewahrt das Material eine organische, unpolierte Dynamik. Das Ergebnis klingt lebendig, rau und authentisch, ganz so, als würde die Band direkt vor dem Publikum im Proberaum oder auf der Bühne stehen.

Thematische Tiefe und musikalische Ahnenreihe

Nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich bedienen Ancient Malice klassische Motive des extremen Metalsektors. Die Songs verarbeiten Themen wie Morbidität, Depression, psychedelische Erfahrungen sowie Okkultismus im Kontext des Pfades zur linken Hand ("Left-Hand Path"). Diese düstere Ausrichtung verleiht den Kompositionen eine bedrückende, fast schon tranceartige Note.

In klanglicher Hinsicht lässt sich die Band von namhaften Pionieren des Genres inspirieren. Fans von Bands wie den frühen Napalm Death, Repulsion oder Terrorizer kommen ebenso auf ihre Kosten wie Anhänger der schwedischen Death-Metal-Schule im Stile von Entombed. Auch Einflüsse der frühen Morbid Angel aus den 80er-Jahren sowie der aggressiven Songstruktur von Deicide schimmern in den fünf Titeln immer wieder durch.

Veröffentlichung auf CD und digital

"Worm Tongue" ist in Eigenregie der Band erschienen. Neben der digitalen Verfügbarkeit auf gängigen Streaming-Plattformen und Bandcamp gibt es die EP für Sammler auch im physischen CD-Format.

Tracklist

  1. Oracle of Lies
  2. Eko Eko Azarak
  3. Saprophiliax
  4. Worm Tongue
  5. Billions Must Grind

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