Persönliche Ängste treffen auf ungebremste Energie
So wild und exzessiv die Shows der Gruppe ausfallen, so nachdenklich zeigt sich Frontmann Joe Love in der neuen Auskopplung. „Call It What You Want“ ist bereits die vierte Single des anstehenden Longplayers und rückt eine sehr konkrete, persönliche Thematik in den Mittelpunkt. Joe Love verarbeitet im Songtext seine Befürchtungen bezüglich familiärer Muster und Vererbung. Im Kern steht die Frage, ob sich bestehende Probleme der eigenen Familie im eigenen Leben wiederholen werden – oder wie es in der zentralen Zeile des Songs heißt, ob es in seiner DNA liegt und es für ihn genauso kommen wird.Trotz dieser melancholischen Grundthematik verzichtet das Stück nicht auf den typischen, mitreißenden Tatendrang der Band. Visuell wird das Ganze durch ein Musikvideo untermalt, das im Rahmen eines besonderen Ereignisses entstand: Beim eigens von der Band auf die Beine gestellten Open-Air-Konzert namens „Woofstock“ im Londoner Stadtteil Bermondsey versammelten sich rund 500 Fans, um gemeinsam zu feiern. Das Videomaterial fängt die wilde Atmosphäre dieses Abends ein, an dem Anarchie und ausgelassene Stimmung im Vordergrund standen. Ob Schlagzeuger Chris Hughes dort tatsächlich vollkommen hüllenlos am Schlagzeug saß, um dem legendären Woodstock-Auftritt von Flea aus dem Jahr 1999 nachzueifern, bleibt eine der vielen Anekdoten, die sich um dieses Event ranken.
Musikalische Experimente auf dem kommenden Album
Das für den 2. Oktober angekündigte Album „Cancel Me (I’m Tired)“ wird insgesamt zehn Titel umfassen. Musikalisch verspricht das Werk eine ebenso wilde wie unkonventionelle Mischung zu werden. Fat Dog weigern sich standhaft, sich in eine feste Genre-Schublade stecken zu lassen, und kreieren stattdessen ein treibendes Klangbild aus ganz unterschiedlichen Einflüssen.Auf der neuen Platte treffen eingängige Elektro-Pop-Elemente auf treibenden Rave, während pompöse Streicherarrangements nahtlos in psychedelische Abschnitte übergehen. Sogar unerwartete Cowboy-Motive und Country-Anleihen tauchen in den Kompositionen auf. Es ist diese kompromisslose Energie und die Freude am musikalischen Experiment, die das Gesamtkunstwerk zusammenhält. Anstatt theoretischer Konzepte entscheidet bei Fat Dog vor allem das Bauchgefühl und die schiere Dynamik, mit der die verschiedenen Stilrichtungen ineinander geschoben werden.
Deutschland-Termine im Herbst
Wer die mitreißende Dynamik der Band live erleben möchte, bekommt im Herbst die Gelegenheit dazu. Im Rahmen ihrer Tournee machen Fat Dog auch Halt in Deutschland und bespielen drei Städte.- 18.09.2026: Hamburg, Docks (Reeperbahn Festival)
- 04.11.2026: Köln, Kantine
- 06.11.2026: Berlin, Festsaal Kreuzberg


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