Direkter Sound ohne externe Produzenten
Im Vergleich zum Vorgänger schlagen Graveyard auf „Fever“ spürbar heißere und direktere Töne an. Die Band setzt auf eine ordentliche Dosis Fuzz und Verzerrung, während wuchtige Riffs im Stile von Black Sabbath den Opener „Back From The Grave“ prägen. Dass die Musiker keineswegs eindimensional agieren, zeigen Stücke wie „Time To Tell“, das von einer Creedence-Clearwater-Revival-Aura getragen wird, sowie geradlinige Rock-Titel wie „Room Tempered“, „Tongue Tied“ und „Means To An End“. Selbst bei langsameren Songs wie dem Albumabschluss „Dead Note“ bleibt der von Blues durchtränkte Charakter erhalten, der schon ihren Durchbruch „Hisingen Blues“ auszeichnete – diesmal jedoch kombiniert mit einer gehörigen Portion feuriger Wut.Beim Entstehungsprozess verließ sich die 2006 gegründete Band voll und ganz auf die eigenen Fähigkeiten. Auf einen externen Produzenten wurde komplett verzichtet, um ohne Umwege auf den Punkt zu kommen. In einem gemeinsamen Statement beschreibt die Band die Motivation hinter der neuen Platte:
Hier ist es – Album Nummer 7: Fever. Hatten wir es nicht schon immer in uns? Das Jucken, das Brennen und die Unruhe. Den Drang, durch den Nebel nach vorne zu drängen. Selbst wenn uns die Zähne der Hoffnungslosigkeit im Nacken sitzen und all der Blendzauber unserer Zeit uns einreden will, dass wir keine Zukunft haben. Komme, was wolle: Los geht’s! Dieses Mal haben wir beschlossen, keine Zeit zu verschwenden. Kein externer Produzent, keine Umwege. Einfach nur Graveyard, direkt auf den Punkt, genau das machend, was wir am besten können. Das könnte sogar unser bislang bestes Album sein! Wir hoffen, es gefällt euch genauso.
Renommiertes Mischpult-Team und kunstvolles Artwork
Auch wenn Graveyard das Songwriting und die Produktion eigenhändig übernahmen, setzten sie beim Feinschliff auf erfahrene Namen der Musikbranche. Das Mixing übernahm Pelle Gunnerfeldt, der sich durch seine Arbeit mit Bands wie The Hives, Refused und den Viagra Boys einen Namen gemacht hat und bekannt dafür ist, die ungezähmte Energie einer Band einzufangen. Das Mastering lag wiederum in den Händen von Robin Schmidt bei 24-96 Mastering.Visuell hebt sich „Fever“ deutlich vom geheimnisvollen und eher dezenten Design des Vorgängers „Six“ ab. Für die Gestaltung des Artworks arbeitete die Band erneut mit dem bekannten niederländischen Künstler Maarten Donders zusammen. Donders ist in der Szene kein Unbekannter: Neben Entwürfen für das Kultfestival Roadburn gestaltete er bereits Artworks für mehr als 50 Musiker und Bands, darunter Größen wie Frank Zappa und Acid King sowie die gemeinsame Split-7-Inch von Graveyard und Goat.


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