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Google AdSense zählt Werbeaufrufe künftig anders

Ab Februar 2027 gilt eine neue Messmethode für angezeigte Werbung



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Google stellt die Erfassung von Werbeeinblendungen bei Google AdSense um. Ab dem 17. Februar 2027 wird eine Impression erst dann gezählt, wenn eine Anzeige erfolgreich geladen wurde und auf dem Gerät des Nutzers mit der Darstellung begonnen hat. Für dich als Betreiber einer Website kann das bedeuten, dass sich die in Google AdSense ausgewiesene Gesamtzahl der Impressionen verändert.

Google AdSense wechselt zu Begin-to-Render

Bislang registriert Google AdSense eine Impression bereits dann, wenn der Download einer Anzeige auf das Gerät eines Nutzers beginnt. Mit der neuen sogenannten Begin-to-Render-Methode reicht dieser Vorgang künftig nicht mehr aus. Die Impression fließt erst in die Statistik ein, sobald die betreffende Anzeige tatsächlich geladen wurde und sichtbar zu rendern beginnt.

Damit sollen unter anderem jene Fälle aus der Zählung herausfallen, bei denen eine Anzeige zwar angefordert wurde, letztlich aber gar nicht mehr auf dem Bildschirm erschien. Das kann beispielsweise passieren, wenn Du eine Webseite wieder verlässt, bevor die Werbung vollständig geladen wurde.

Neue Messmethode folgt etablierten Branchenstandards

Google begründet die Anpassung mit dem Ziel, die Messung konsistenter zu gestalten und stärker an verbreiteten Branchenstandards auszurichten. Genannt werden in diesem Zusammenhang die Vorgaben des Interactive Advertising Bureau und des Media Rating Council. Die gemeldeten Werte sollen dadurch besser widerspiegeln, welche Anzeigen zumindest mit ihrer tatsächlichen Darstellung begonnen haben.

Wichtig ist dabei allerdings auch: Begin-to-Render bedeutet nicht automatisch, dass eine Anzeige vollständig angesehen oder für eine bestimmte Mindestdauer sichtbar war. Entscheidend ist zunächst lediglich, dass sie erfolgreich geladen wurde und der Darstellungsvorgang begonnen hat.

Impressionszahlen können sich ab Februar 2027 ändern

Nach der Umstellung könnten die ausgewiesenen Impressionen niedriger oder zumindest anders als zuvor ausfallen. Der Grund liegt darin, dass begonnene Downloads ohne anschließende Darstellung nicht länger als Impression berücksichtigt werden. Wie deutlich sich dieser Effekt bei einer einzelnen Webseite bemerkbar macht, dürfte unter anderem von deren Ladegeschwindigkeit, dem Nutzerverhalten und der technischen Einbindung der Anzeigen abhängen.

Ein unmittelbarer Rückschluss auf sinkende Reichweiten wäre daher nicht in jedem Fall angebracht. Ein Teil möglicher Veränderungen entsteht schlicht durch die präzisere Definition dessen, was das System als Werbeeinblendung zählt. Wenn Du ältere und neuere Berichtszeiträume miteinander vergleichst, solltest Du den Methodenwechsel deshalb im Hinterkopf behalten.

Die Umstellung erfolgt ohne Eingriff der Publisher

Als Publisher musst Du für den Wechsel keine eigenen Einstellungen ändern. Google nimmt die Umstellung am 17. Februar 2027 automatisch vor. Dennoch kann es sinnvoll sein, die Kennzahlen rund um diesen Termin genauer zu beobachten, damit mögliche Abweichungen in den Berichten richtig eingeordnet werden können.

Für Webseitenbetreiber bleibt außerdem relevant, wie zuverlässig und schnell Anzeigen geladen werden. Wenn Nutzer eine Seite verlassen, bevor eine Werbeanzeige mit der Darstellung beginnt, wird dieser Vorgang nach dem neuen Verfahren nicht mehr als Impression gewertet. Die technische Leistung einer Webseite könnte damit bei der Interpretation der Werbestatistiken noch stärker in den Fokus rücken.

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