Zwischen den Welten von Rollenspielen und extremem Metal
Bereits im Jahr 2024 machte das Duo durch ein dreisigniges Demo auf sich aufmerksam, das den treffenden Namen „Attack! Attack! Attack!“ trug. Doch erst auf dem nun anstehenden Debüt-Mini-Album entfaltet sich die ästhetische Ausrichtung von Barbaric Oath in ihrer vollen, brachialen Konsequenz. Auf einer kompakten Spielzeit von rund 21 Minuten preschen fünf unerbittliche Songs durch die Gehörgänge. Auf den ersten Blick präsentiert sich „Sword, Sorcery, Vengeance“ als kompromissloser, roher und tiefschürfender Death Metal, der in seiner Intensität keine Gefangenen macht. Wenn du jedoch genauer hinhobst und dich auf die feineren Nuancen einlässt, stößt du auf eine überraschend vielschichtige und thematische Tiefe.Im Zentrum des Konzepts stehen Einflüsse aus klassischen Fantasy-Filmen der 1970er- und 1980er-Jahre sowie die ikonische Atmosphäre alter Rollenspiele wie „Heroquest“. Diese ungewöhnliche thematische Verknüpfung trifft auf einen musikalischen Ansatz, der Erinnerungen an finnische Extrem-Metal-Grössen wie Belial und Mythos sowie an die wuchtigen Anfänge von Bolt Thrower wachruft. Barbaric Oath schaffen damit einen Spagat zwischen stumpfer, vernichtender Urgewalt und einer faszinierenden, nostalgischen Fantasy-Atmosphäre. Ob du das Resultat nun als Epic Death Metal, Fantasy Death Metal oder gar als Heroquest Death Metal betitelst, spielt letztlich eine untergeordnete Rolle – die finstere Klangästhetik spricht für sich selbst und zieht dich sofort in ihren Bann.



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