Hintergrund und Mythologie des Wolfs
Der Name Isegrim ist dabei keineswegs zufällig gewählt, sondern greift tief in historische sowie religiöse Motive. Im Alten Testament wird der Wolf traditionell und fast ausschließlich als Sinnbild des Bösen dargestellt – als leibhaftiger Satan, der dem guten Hirten gegenübergestellt wird. Über Jahrhunderte hinweg diente diese Stigmatisierung als Rechtfertigung für eine unerbittliche Verfolgung, die das Tier beinahe an den Rand der Ausrottung brachte. A. Blackwar bricht in seiner künstlerischen Arbeit mit dieser jahrhundertealten Sichtweise. In seiner Interpretation ist nicht das Tier die Verkörperung des Bösen, sondern die Menschheit selbst. Diese philosophische Umkehrung unterstreicht den rebellischen Charakter, der die Wurzeln des traditionellen Black Metal ausmacht. Während sich das Genre in den letzten 35 Jahren stark aufgespalten und diversifiziert hat, sucht man hier vergeblich nach modernen Kompromissen. Stattdessen konzentriert sich die Musik auf eine schnelle, aggressive und antichristliche Essenz, die an die rohe Energie der neunziger Jahre anknüpft.Limitiertes Vinyl und Editionen
Die anstehende Veröffentlichung holt das historische Material erstmals in ein physisches Format für Sammlerinnen und Sammler. Die Vinyl-Version ist streng auf 300 Exemplare limitiert und erscheint in einer farbigen Aufmachung namens „Witchcraft Red“. Um den besonderen Charakter der Neuauflage zu unterstreichen, enthält das Paket neben der Schallplatte einen vierseitigen Einleger, eine persönlich signierte Autogrammkarte sowie einen exklusiven Aufkleber. Gegenüber der ursprünglichen Ursprungsfassung wurde die Platte zudem um drei Bonustracks ergänzt. Darunter befindet sich auch eine gelungene Interpretation des bekannten Destruction-Stücks „Bestial Invasion“, das die musikalischen Einflüsse des Projekts verdeutlicht.Mit dieser Veröffentlichung schließt sich für den Musiker ein Kreis, der in den frühen Jahren unter anderem von EPs wie „A Tribute to Venom“, „The Gate of Nanna“ oder „Gloria Deo, Domino Inferi“ begleitet wurde. A. Blackwar denkt jedoch keineswegs ans Aufhören. Anlässlich seines 35-jährigen Schaffens in der Szene ist für das Jahr 2027 bereits ein weiteres Album angekündigt. Damit beweist der Musiker einmal mehr, dass Beständigkeit und Disziplin im extremen Metal auch in schnelllebigen Zeiten einen festen Platz haben.
Tracklist
- In Nomine (Intro)
- Diabolical Witchcraft
- Rape Jesus Christ
- Seven Legions
- Hear the Screams of Hell
- Ave Luciferi (Intro)
- Hail Emperor Caesar
- Bestial Invasion



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