Persönliche Geschichten und das Berliner Sommer-Gefühl
Die Entstehungsgeschichte der Veröffentlichung ist eng mit ganz konkreten Momenten im Leben des Singer-Songwriters verknüpft. Das Auftaktstück „Spätsommer“ etwa nahm in einem überhitzten Berliner Zimmer Gestalt an. Während der Sommer in der deutschen Hauptstadt eine drückende Hitze verbreitete, befand sich Wiesmann in einer emotionalen Zwickmühle: In der Heimat Schweiz ging eine Beziehung zu Bruch, während er in Berlin allein die Gedanken ordnen musste. Wie der Musiker selbst über die Entstehung des Songs verrät, ist das Stückgenau in einer solchen Situation entstanden
Auch die weiteren Lieder greifen tiefgreifende Themen auf, die vor allem die Lebensrealität der Generation Z widerspiegeln. So widmet sich das Lied „poly“ der Frage, wie man mit den emotionalen Stolpersteinen einer frei definierten Liebesbeziehung umgeht. Wer sich wünscht, monogam zu leben, aber auf einen Partner trifft, der diese Vorstellungen zu dem Zeitpunkt nicht teilt, kennt das in dem Song beschriebene Dilemma. Wiesmann verpackt diese verletzlichen Momente in eine zarte Klangästhetik. Den musikalischen Abschluss bildet die Single „Baby“, die sich thematisch mit dem Ende einer Partnerschaft auseinandersetzt. Bemerkenswert ist hierbei, dass der Trennungsschmerz nicht in einer klassischen, melancholischen Ballade mündet, sondern in einen überraschend aufmunternden, tanzbaren Popsong verpackt ist. Das Stück thematisiert jene Entfremdung von sich selbst, die oft das eigentliche Ende einer Liebe besiegelt, lässt dabei aber viel Platz für gute Erinnerungen.
Tracklist
- Spätsommer
- poly
- Baby



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