Zwischen Science-Fiction und progressiver Härte
Musikalisch lässt sich die Band nur schwer in eine starre Schublade stecken. Witch Ripper verbinden in ihren Songs schwere, sludge-geprägte Riffs mit eingängigen Hooks und progressiven Elementen. Kenner der Szene ziehen oft Vergleiche zu Schwergewichten wie Mastodon, Baroness oder High on Fire, während gleichzeitig eine gewisse Portion Rock-Bombast im Stil von Queen oder David Bowie sowie moderner Progressive Rock durchklingen.Auf „Through the Hourglass“ treibt die Band diesen Ansatz auf die Spitze. Inhaltlich spinnen die Musiker die pulpige Science-Fiction-Handlung ihres 2023er-Albums „The Flight after the Fall“ weiter. Damals suchte der Protagonist in einem Schwarzen Loch vergeblich nach Frieden im Tod. Nun erwacht er in einer Welt ohne Zeit, in der eine vertraute, dunkle Präsenz aus seiner Vergangenheit auf ihn wartet. Diese erzählerische Tiefe verleiht den Songs eine zusätzliche Ebene. Wenn du dich für ambitionierten Metal mit progressiver Schlagseite begeisterst, wirst du in den sieben neuen Kompositionen zahlreiche Details entdecken. Ein feines Extra für aufmerksame Hörer: Laut der Band versteckt sich in der Tonart jedes einzelnen Songs eine kleine Offenbarung, die es zu entschlüsseln gilt.
Der Weg nach oben und Blick nach Europa
Gegründet wurde das Projekt im Jahr 2012 im verregneten Seattle im US-Bundesstaat Washington. Nach der selbstbetitelten EP und dem Debütalbum „Homestead“ im Jahr 2018 gelang ihnen mit dem zweiten abendfüllenden Werk der internationale Durchbruch im Underground. Auf der Bühne teilten sich die Musiker seither die Bretter mit renommierten Acts wie Slipknot, Gojira, Monolord oder Conan.Hinter den Reglern des neuen Albums stand Produzent Matt Bayles, der in den Studios Studio Litho und EXES Audio in Seattle für den passenden Mix und die Aufnahme sorgte, während das Mastering von Brad Boatright bei Audio Siege Studios in Portland übernommen wurde. Für das visuelle Konzept zeichnen Cover-Künstler Chris Panatier und Designer Łukasz Jaszak verantwortlich. Das Line-up der Band besteht aus Chad Fox an Gitarre und Gesang, Bassist und Sänger Brian Kim, dem Gitarristen und Sänger Curtis Parker sowie Schlagzeuger Joe Eck. Als Gast ist zudem Irene Barber am Gesang im Stück „The Spiral Eye“ zu hören.
Nach den Konzertterminen in den USA hoffen die Bandmitglieder darauf, im Rahmen einer Tournee auch den Sprung nach Europa zu wagen, um das aktuelle Material live auf die Bühnen zu bringen.
Tracklist
- Odyssey in Retrograde
- The Portal
- Symmetry of the Hourglass
- Echoes and Dust
- The Clock Queen
- Proxima Centuari
- The Spiral Eye



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