Musik

Chullachaqui kündigt Debütalbum „Epiphanic Perdition“ an

Das Post-Metal-Projekt von Matt Cooper veröffentlicht im Juni sein erstes Werk.



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Es gibt musikalische Ideen, die sich einfach nicht in das Korsett einer bestehenden Band pressen lassen. Genau das hat Matt Cooper, bekannt als Sänger und Bassist von Vulgaris, am eigenen Leib erfahren. Aus diesem kreativen Überhang heraus entstand sein Nebenprojekt Chullachaqui, das nun den nächsten großen Schritt geht. Mit „Epiphanic Perdition“ steht im Sommer die Veröffentlichung des offiziellen Debütalbums des britischen Projekts an, das Genregrenzen zwischen Post-Metal, Sludge und Doom ausloten will.

Hintergründe und Konzept des Erstlingswerks

Die Arbeiten an den Songs erstreckten sich über einen längeren Zeitraum. Viele der Stücke wurden bereits vor oder während Coopers Zeit bei Vulgaris geschrieben, passten klanglich jedoch nicht zu den Veröffentlichungen jener Band. Statt diese Ideen verwerfen zu müssen, fand Cooper in Chullachaqui das passende Ventil. Musikalisch bewegt sich das kommende Album im weiten Feld des Post-, Sludge- und Doom-Metals, reichert diesen Sound aber gezielt mit Einflüssen aus dem Drone- und Progressive-Bereich an. Wer Bands wie Neurosis, Nadja oder Ufomammut schätzt, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Inhaltlich spinnt das Album einen düsteren und konzeptionellen Faden. Die Geschichte folgt einem Protagonisten, der durch ein psychedelisches Ritual eine epiphanische Erleuchtung erfährt. Diese Erkenntnis treibt ihn in eine Revolution, doch anstatt Veränderung zu bewirken, wird er von der unerbittlichen Macht des Establishments zermalmt. Die Ernüchterung führt schließlich zu einem radikalen Wandel: Anstelle des Aufstands wächst in ihm der Drang nach infernaler Rache an einer Menschheit, die aus seiner Sicht auf ganzer Linie versagt hat.

Produktion und Entstehungsprozess

Für die klangliche Umsetzung holte sich Cooper kreative Unterstützung ins Boot. Produziert wurde „Epiphanic Perdition“ von Jess O'Toole, der sowohl bei Vulgaris aktiv ist als auch das Studio SLItHeR Productions betreibt. O'Toole griff zudem bei den Gitarrenspuren unterstützend ein. Komplettiert wird das Line-up für die Studioaufnahmen durch Vulgaris-Schlagzeuger George Mitchell, der nicht nur die Drums einspielte, sondern auch beim Drum-Programming mithalf. Matt Cooper selbst übernahm den Hauptteil der instrumentalen Last: Er steuerte neben dem Gesang auch Gitarren, Bass und das Drum-Programming bei.

Das Album vereint insgesamt sechs Stücke. Darunter befindet sich auch der bereits 2023 veröffentlichte Track „Oblivion“, der nahtlos in das neue Werk integriert wird und den Weg für die fünf nagelneuen Kompositionen ebnet. Erscheinen wird das Album rein digital und in Eigenregie am 5. Juni 2026.

Tracklist

  1. Yakruna
  2. Futility I: Unstoppable Force
  3. Futility II: Immovable Object
  4. Futility III: Death Becomes You
  5. The Serpent
  6. Oblivion [2023 Version]
Die Veröffentlichung markiert für Cooper einen wichtigen Meilenstein, um das über Jahre gesammelte Material endlich in einem zusammenhängenden Werk zu kanalisieren. Mit der Mixtur aus tonnenschweren Riffs, atmosphärischen Drone-Elementen und einer nihilistischen Geschichte verspricht das Album ein intensives Hörerlebnis für Fans extremer und tiefgreifender Gitarrenmusik zu werden. Bis zum Release im Frühsommer haben Anhänger der härteren Gangart nun noch etwas Zeit, sich auf die bevorstehende Tour de Force vorzubereiten.

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