Heilung, Intimität und verträumte Klangwelten
Im Zentrum der leiseren Töne stehen in dieser Woche Künstler, die nach gesundheitlichen oder persönlichen Herausforderungen zu ihrer musikalischen Stimme zurückkehren. Angelo De Augustine legt mit „Angel In Plainclothes“ (Asthmatic Kitty) ein Werk vor, das Kritiker als klangliche Heilung beschreiben. Das Magazin Uncut fasst es treffend zusammen:Der Klang einer dankbaren Seele auf der anderen Seite des Genesungsprozesses...
Ebenfalls auf sanftere, aber hochgradig verfeinerte Arrangements setzt die Band The Reds, Pinks And Purples mit „Acknowledge Kindness“ (Fire Records). Die Stücke zeichnen sich durch eine subtile Melancholie aus, wobei vor allem der gelungene Auftakt mit einer gewollten, überspitzten Larmoyanz für Aufsehen sorgt. Auf eine deutlich elektronischere Schiene wechseln hingegen Tempers. Ihr neues Album „Delusion“ (Secretly Distribution) widmet sich dem Art-Synth-Pop und wird von Fachmagazinen bereits als betörender und düsterer Klassiker gefeiert. Live ist das Duo im Mai 2026 in Berlin im Gretchen zu erleben.
Energiegeladener Hardcore und frischer Indie-Folk
Wenn du es lieber etwas lauter magst, kommst du bei der traditionsreichen Hardcore-Band Terror voll auf deine Kosten. Mit „Still Suffer“ (Flatspot Records) veröffentlicht die Gruppe ein weiteres Kapitel ihrer Bandgeschichte, das Fronter Scott Vogel und seine Mitstreiter gewohnt agil und kraftvoll zeigt. Kritiker heben hervor, dass die Band trotz ihrer jahrzehntelangen Präsenz immer noch überraschende Momente in ihre metallisch angehauchten Hardcore-Granaten einwebt. Im Juli und August bricht die Gruppe zu einer Tournee nach Deutschland auf.Den Abschluss der aktuellen Veröffentlichungswoche bildet Tofusmell mit dem Album „All My Time“ (Hardly Art). Dahinter verbirgt sich der Songwriter Chen, der aus dem Schlafzimmer heraus einen verletzlichen Blick auf seine Umwelt wirft. Musikalisch erinnert sein reduzierter Flüsterfolk an Künstler wie Sufjan Stevens oder Elliott Smith, was ihn im Indie-Bereich zu einem echten Geheimtipp macht. Cargo Records bündelt mit diesen sechs Alben eine beachtliche stilistische Bandbreite, die für jeden Geschmack etwas bereithält.


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