Unerbittlicher Sound und kompromisslose Härte
Schon mit den ersten Takten macht die Band unmissverständlich klar, wohin die Reise geht. Hier wird nicht lange gefackelt, sondern ein massiver Klangwall aus tiefgestimmten Gitarren, treibenden Rhythmen und einer durchgehenden Atmosphäre von Aggression aufgebaut. Die Musik von Molosser lässt sich am besten als wuchtiger, direkt agierender Death Metal beschreiben, der keinerlei Raum für spielerischen Ballast lässt. Jedes der insgesamt vier Stücke auf dem Tonträger drängt unaufhaltsam nach vorne und transportiert eine primitive, archaische Energie, die tief in der extremen Metal-Szene verwurzelt ist.Wer sich mit den Klängen des neuseeländischen Untergrunds auskennt, dürfte bei den Vergleichen mit Genre-Kollegen wie Diocletian, Heresiarch oder Caveman Cult sofort aufhorchen. Genau in diese Kerbe schlagen auch Molosser, auch wenn sie ihrer Musik einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stempel aufdrücken. Die Mischung aus rasender Schnelligkeit, erdrückenden Mid-Tempo-Passagen und einer ständigen Bedrohung sorgt dafür, dass die EP fesselt.
Mit dem bereits ausgekoppelten Eröffnungssong "Strychnine Hill" hat die Band einen ersten Vorgeschmack geliefert, der genau diesen ungeschönten und unberechenbaren Charakter widerspiegelt. Der Song zieht keine Kompromisse und gibt einen Ausblick darauf, was dich auf der gesamten Platte erwartet: kompromisslose Zerstörung ohne Rücksicht auf Verluste.
Hinter diesem Projekt steht ein eingespieltes Line-up aus Musikern, die genau wissen, wie man druckvollen Metal produziert. Am Mikrofon sorgt A.K. für die nötige aggressive vokale Präsenz, während J.A. an der Lead-Gitarre und J.H. an der Rhythmusgitarre für ein massives Klangfundament sorgen. Komplettiert wird das Line-up von C.J. am Bass und den Effekten sowie A.M., der am Schlagzeug das Tempo vorgibt und die Songs mit unerbittlicher Präzision antreibt.
Das Label Gutter Prince Cabal hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach einen Namen gemacht, wenn es darum geht, kompromisslose und extrem finstere Klänge aus der Taufe zu heben. Mit der Veröffentlichung der Molosser-EP unterstreicht das Label einmal mehr seinen Riecher für rohen Underground-Metal, der sich fernab jeglicher Hochglanzproduktionen bewegt. Wer ehrliche, handgemachte und extrem harte Musik schätzt, sollte sich diesen Release definitiv vormerken und demnächst ein Ohr riskieren.



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