Rückkehr zu den politischen Wurzeln
Für die Entstehung ihres neuen Albums hat sich die Musikerin im vergangenen Jahr ein klares Ziel gesetzt: Innerhalb von nur neun Monaten sollte das Werk entstehen, begleitet von einer transparenten Dokumentation des Prozesses für ihre Fans. Dabei kehrte sie zu einem intuitiven Schaffensansatz zurück und strich jegliche Form der Selbstzensur.Als ich angefangen habe, Musik zu machen, hatte ich einen starken politischen Antrieb, der mit der Zeit verwässert wurde, da ich dazu ermutigt wurde, ‘kommerziell zugänglicher‘ zu werden. Inzwischen hat sich das verändert, und Hörer:innen fühlen sich zunehmend zu Künstler:innen hingezogen, die wirklich für etwas stehen.
Zu den weiteren emotionalen Höhepunkten des Albums zählt „Romantic Sadness“, das die Tendenz beleuchtet, Schmerz als eine Überlebensstrategie zu romantisieren. Der Fokustrack „Lifestyle“ transportiert die unverkennbare Coolness der frühen 2000er Jahre und greift wichtige Botschaften auf: So macht der Song unmissverständlich klar, dass Queerness keine bloße Lifestyle-Entscheidung ist, und thematisiert die Hürden in Beziehungen, in denen das Gegenüber mit der eigenen Identität fremdelt. Diese gelungene Mischung aus persönlichem Storytelling, gesellschaftlichem Aktivismus und eingängigen Pop-Melodien sorgt dafür, dass sich das Album wie ein geschlossenes, atmendes Gesamtkunstwerk anfühlt.
Tracklist
- Blue Sky
- Slap On The Wrist
- Pedestal
- Don’t Make Me Cry
- Bones
- Lifestyle
- Romantic Sadness
- Squirm
- Light In The Dark
- Traces
- Better Undressed
- The Answer


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!