Doppelter Triumph bei der Preisverleihung
Im feierlichen Rahmen der Preisverleihung am Samstagabend im Gloria 1 wurden die herausragenden Leistungen des diesjährigen Jahrgangs gewürdigt. Wenn du dich für preisgekrönte Animationskunst interessierst, sticht vor allem ein Werk heraus: Der mit 10.000 Euro dotierte Grand Prix der ITFS International Competition ging an den Kurzfilm With Tapes and Toasts in the Car von der Filmakademie-Absolventin und Stuttgarterin Kiana Naghshineh. Die Produktion überzeugte nicht nur die Fachjury, sondern sicherte sich auch den vom SWR gestifteten Publikumspreis. Durch den Gewinn des Grand Prix qualifiziert sich der Film zudem automatisch für die kommenden Academy Awards in Los Angeles.Neben dem Hauptpreis wurden in den verschiedenen Wettbewerbskategorien zahlreiche weitere Auszeichnungen vergeben, darunter der Student Award und der Lotte Reiniger Promotion Award in der ITFS Student Competition, der AniMovie Award für den besten animierten Langfilm, der Trickstar Nature Award sowie der Animated Games Award Germany. Bereits im Vorfeld wurden im Festival Centre die Deutschen Animationsdrehbuchpreise und der Trickstar Business Award verliehen. Die Kinderjury vergab am Sonntagnachmittag zudem den Preis für den besten Film der Tricks for Kids Competition. Damit du die prämierten Werke und herausragenden Wettbewerbsbeiträge auch nach dem Festival erleben kannst, gehen ab Herbst drei kuratierte, kinotaugliche Programme auf Tour und können von Veranstalterinnen und Veranstaltern weltweit kostenlos gezeigt werden.
Großes Interesse an Branchenprogrammen und Open Air
Insgesamt zählte das Festival rund 30.000 Gäste in den Innenstadtkinos, im Festival Centre im Haus der Katholischen Kirche sowie in der interaktiven GameZone in der Staatsgalerie, die besonders bei jüngeren Besucherinnen und Besuchern für Begeisterung sorgte. Hinzu kamen etwa 40.000 Menschen, die das kostenlose Open-Air-Programm auf dem Schlossplatz besuchten. Über 300 Filmschaffende aus Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika reisten an, um sich in rund 50 Veranstaltungen auszutauschen. Ein absolutes Highlight war die Master Class mit Michel Ocelot, die der internationalen Branche wertvolle Einblicke bot.Die kaufmännische Geschäftsführerin der Film- und Medienfestival gGmbH, Heike Mozer, zog ein rundum positives Fazit:
In diesem Jahr wollten wir die Angebote für Kinder und Familien in den Fokus rücken, an denen man selbst teilnehmen kann, weil es uns wichtig ist, das Potential im Animationsfilm für eine jüngere Zielgruppe sichtbar zu machen. Dass gerade die Angebote für Kita- und Schulgruppen am schnellsten ausgebucht waren, hat uns ungemein gefreut. Neben den sehr gut besuchten Filmvorführungen und der fantastischen Atmosphäre auf dem Open Air werden uns vor allem die Begegnungen mit den Filmemacher*innen in Erinnerung bleiben, die beim ITFS oft die Weichen für ihre Karrieren stellen, und mit uns in Filmen und Gesprächen ihre inspirierende Sicht auf die Welt geteilt haben.


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