Mythologische Abgründe und prominente Unterstützung
Inhaltlich versteht sich „La Lune Dont Mon Âme Est Pleine“ als symbolistisches Konzeptalbum. Das Kollektiv rückt den antiken Mythos von Diana und Aktaion in den Mittelpunkt der Erzählung. Anhand dieser Erzählung setzt sich die Band mit dem unstillbaren Verlangen nach dem Absoluten auseinander – und beleuchtet sowohl die rohe Gewalt, die dieses Streben heraufbeschwört, als auch die tiefgreifende Melancholie, die letztlich zurückbleibt.Die Figuren im narrativen Rahmen des Albums beschränken sich jedoch nicht nur auf die antike Mythologie. Neben der gequälten Gestalt des Aktaion ziehen Non Serviam historische Verbindungen zum französischen Anarchismus des späten 19. Jahrhunderts und rufen die Figur des Émile Henry an. Ebenso präsent ist die apokalyptische Göttin Kali. Für deren Beschwörung hat sich die Gruppe namhafte Unterstützung gesichert: Mirai Kawashima, Kopf der japanischen Band Sigh, übernimmt bei diesem Song die Gastvocals. Eine erste Hörprobe samt Musikvideo zum Stück „Victory to Kali“ wurde bereits über das Fachmagazin Decibel der Öffentlichkeit präsentiert.
Klangkollagen zwischen Barock, Industrial und Cybergrind
Musikalisch schlägt das neue Werk eine Brücke zwischen radikaler Experimentierfreude und der rohen Härte des Black Metal. Die Band blickt mittlerweile auf eine mehr als zehnjährige Diskografie zurück, die mit dem Frühwerk „Un Petit peu d’amour Pour la Haine“ begann und über zahlreiche EPs, Splits sowie Mini-Alben führte. Den Weg für das neue Album ebnete bereits die 2024 veröffentlichte EP „Labyrinthe“, deren ästhetische und musikalische Ansätze nun auf voller Albumlänge ausformuliert werden.Das stilistische Fundament bewegt sich durch ein breites Spektrum extremer Subgenres: Klassische Barockmusik trifft auf chaotischen Cybergrind, drückenden Sludge, düsteren Darkwave, quälenden Doom, Crustpunk und verstörenden Industrial Noise. Zusammengehalten werden diese gegensätzlichen Pole durch die Ästhetik des Experimental Black Metal. Das Ergebnis ist eine intensive, konfrontierende Klangcollage, die Musik als Katharsis und künstlerische Transformation begreift.


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