Eine Plastikpuppe erwacht zum Leben
Im Mittelpunkt der Handlung steht Rémi, gespielt von Vincent Macaigne. Der eigenwillige Kunstrasenverkäufer hat den Verlust seiner großen Schulliebe nie wirklich verkraftet und zieht sich seither in eine sehr spezielle Form der Zweisamkeit zurück. Um Enttäuschungen, Beziehungsstress und emotionale Ansprüche zu vermeiden, teilt er sein Leben mit Sexpuppen. Diese klagen weder über schale Mikrowellengerichte noch fordern sie Verbindlichkeit im Bett oder im Alltag. Die Sache hat allerdings einen Haken: Vor Freunden und Familie lässt sich die wahre Natur seiner stummen Gefährtinnen nur schwer verbergen.Das bizarre Beziehungsmodell gerät völlig aus den Fugen, als Rémis aktuelle Plastikpartnerin Audrey – verkörpert von der Newcomerin Zoé Marchal – plötzlich lebendig wird. Aus der formbaren Silhouette wird auf einmal ein echter Mensch aus Fleisch und Blut, der Schritt für Schritt entdeckt, was es bedeutet, eine Frau in der realen Welt zu sein. Rémi wittert zunächst die Chance seines Lebens. Endlich scheint er die vermeintlich perfekte Traumfrau an seiner Seite zu haben, was ihm im Umfeld nicht nur neidische Blicke einbringt.
Zwischen Wunschbild und Realität
Doch das vermeintliche Beziehungsglück erweist sich schnell als wesentlich komplexer als gedacht. Audrey hegt nämlich keineswegs die Absicht, sich in das Schema einer angepassten Hausfrau zu zwängen. Bei Treffen mit den Schwiegereltern und im turbulenten Alltag zeigt sich die ehemalige Puppe alles andere als angepasst oder damenhaft. Rémi muss schmerzhaft einsehen, dass sich echte Liebe und menschliche Persönlichkeiten nicht nach Maß anfertigen oder auf die eigenen Wünsche zuschneiden lassen.Zudem geraten seine Gefühle zusätzlich ins Schwanken, als eine neue Frau in sein Leben tritt: Seine neue Arbeitskollegin Patricia, dargestellt von Cécile de France, bringt Rémis Gedankenwelt gehörig durcheinander. Er steht vor der Frage, ob er sich weiterhin an ein konstruiertes Ideal klammern will oder bereit ist, sich auf echte, unvorhersehbare Emotionen einzulassen.

