Musik

I, Voidhanger kündigt drei neue Alben für Juni 2026 an

Neues von Elysian Blaze, Seven Chains und Alkuharmonian Kantaja.



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Das italienische Underground-Label I, Voidhanger Records hat in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Partnerlabel Rubeus Obex drei umfassende Veröffentlichungen für den 26. Juni 2026 angekündigt. Liebhaber von avantgardistischem Black Metal, düsterem Death Metal und spirituell aufgeladenen Klanglandschaften dürfen sich auf ein vielschichtiges Programmpaket freuen. Neben einem monumentalen Konzept-Split-Album erwarten dich zwei vollwertige Longplayer etablierter wie auch wiederkehrender Formationen.

Sunthema: Ein kollaboratives Monument spiritueller Hingabe

Das Herzstück der Veröffentlichungsreihe bildet die Split-Veröffentlichung „Sunthema“, die auf Doppel-LP und Doppel-CD sowie digital erscheint. Das Werk vereint vier eigenständige musikalische Beiträge, die jeweils als geistliche Anrufung und Hingabe verstanden werden wollen. Gemastert von Vincent Ippolito in den Swift Road Studios und optisch von Elijah Tamu gestaltet, eröffnet das Album mit neuem Material von Deathspiral Of Inherited Suffering. Es ist das erste Lebenszeichen des Projekts seit der 2018 erschienenen Split „Metamorphosphoros“. Das Quartett rund um Ruaridh L., KØVRM, Simon Magus und Manus Væcord verbindet straff strukturierte Riffs zwischen Death und Black Metal mit heimsuchenden Ambient-Klangflächen.

Im Anschluss präsentiert Elysian Blaze mit dem 17-minütigen Stück „Ascenturion“ ein episches Werk im Bereich des kosmisch angehauchten Black-Doom. Das Soloprojekt von Mutatiis knüpft an die Single „The Virtue of Suffering“ aus dem Jahr 2018 an und gibt einen Vorgeschmack auf den lange erwarteten Nachfolger des 2012er-Kultalbums „Blood Geometry“. Als dritte Kraft treten Panegyrist auf: Acht Jahre nach ihrem Debüt zeigt die Formation um Elijah Tamu eine weiterentwickelte Form ihres symphonischen Avantgarde-Black-Metals, bei der komplexe Polyphonie auf aggressive Riffsalven trifft.

Den Abschluss bildet Maerund, eine neue Entität und das anonyme Gegenstück zu Rubeus Obex. Mit roher Brutalität und infernalischen Anrufungen schließt Maerund das Manifest ab. Der Kopf des Projekts beschreibt die spirituelle Kernidee des Werks wie folgt:
Von neoplatonischer Theurgie über orthodoxe Mystik bis hin zu semiotischem Bewusstsein sind 'Sunthemata' alle Symbole, die von göttlicher Bestimmung erfüllt sind. In der menschlichen Erfahrung dienen sie als Sprossen auf der Leiter zu unserer theurgischen Vollkommenheit. Gott wird Mensch, damit der Mensch Gott wird. Wenn sich der Schlüssel dreht und der Geist sich ausrichtet, ist kein Ding bloß ein 'Ding': Was Objekt ist, kann ein Zeichen sein, und was Zeichen ist, kann ein Symbol sein. Materie ist nicht nur 'Materie'. Durch die Ikonen der Erfahrung kann unerschaffenes Licht mit göttlicher Energie erstrahlen. Das Unerschaffene und das Erschaffene begegnen sich und die Unterschiede verschwimmen. 'Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen.' Leib und Blut. Vergöttlichte Materie. Trinkt sein Blut. Esst sein Fleisch. Ton wird zu Gold.
Maerund

Seven Chains brennen ein chaotisches Klangfeuerwerk ab

Ebenfalls am 26. Juni 2026 erscheint „Swollen, In Flux“, das neue Album der US-amerikanischen Formation Seven Chains aus Idaho. Nach ihrer Gründung vor zehn Jahren und einer langen Veröffentlichungspause seit 2020 kehrt die Band als Quartett zurück. Noah Lane Coleman (Gesang, Gitarre, Synths), Scott Yost (Bass) und Chris Shaw (Schlagzeug) wurden durch Michael Graves an der Leadgitarre verstärkt. Gastbeiträge kommen von der Sängerin Golden Fawn sowie dem Trompeter Logan Pintor.

Musikalisch bewegt sich das Album zwischen dem chaotischen Death Metal von Portal und den hypnotischen Avantgarde-Schwingungen von Ved Buens Ende. Coleman beschreibt den Entstehungsprozess folgendermaßen:
Wie die meisten Schöpfungen fühlte sich 'Swollen, In Flux' während seiner Entstehung zu verschiedenen Zeiten sowohl wie ein großer Höhepunkt als auch wie ein ungewisser Anfang an. Es ist mit Sicherheit unsere frenetischste Aufnahme bisher, fühlte sich beim Schreiben jedoch nicht so an. Was jedoch beabsichtigt war, ist, dass es – von uns als Präsentierenden und euch als Wahrnehmenden – zugleich als Schrein und Exorzismus erfahren wird. Ein neugestaltendes Feuer. Eine gebärende Leiche. Death Metal in seiner bewegtesten und ekstatischsten Form.
Noah Coleman

Alkuharmonian Kantaja erforschen psychologische Ruinen

Komplettiert wird das Trio der Neuerscheinungen durch das finnische Quartett Alkuharmonian Kantaja und deren Werk „Melas Khole“. Fünf Jahre nach ihrem Debüt „Shadowy Peripherals“ blickt die Band erneut auf die norwegische Avantgarde-Black-Metal-Szene der 1990er Jahre zurück. Musikalisch orientiert sich das Werk an Pionieren wie Fleurety, Virus oder Ved Buens Ende.

Sänger und Gitarrist J. Usurper erklärt die emotionale Ausrichtung des Albums:
Emotional ist das Werk melancholisch, aber rastlos. Melancholie ist hier jedoch keine passive Verzweiflung, sondern eine Bewegung durch psychologische Ruinen auf etwas noch Unbekanntes und Urzeitliches zu. Sie wird zu einer transformativen Kraft – einer stillen Akzeptanz, einem Abstieg nach innen und einer Konfrontation mit sich selbst.
J. Usurper
Der Musiker betont zudem die tiefere Fragestellung, die der Veröffentlichung zugrunde liegt:
Es ist ein Zustand, in dem geschärftes Bewusstsein und verborgene Offenbarung durch Verlust, Sehnsucht, Widerspruch und Verfall an die Oberfläche treten. Es wirft kontinuierlich die Frage auf, ob Transzendenz göttlich, dämonisch, selbstzerstörerisch oder alles drei gleichzeitig ist.
J. Usurper
Alle drei Alben erscheinen am 26. Juni 2026 auf CD, Vinyl sowie auf allen gängigen digitalen Plattformen über I, Voidhanger Records.

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