Vier Bands, vier Facetten der Schwere
Die Zusammenstellung beleuchtet ganz unterschiedliche Ecken des Genres. Aus Stockholm stammen Doomherre, eine Formation aus Veteranen der schwedischen Underground-Szene. Das Trio setzt auf einen kompromisslosen, schnörkellosen Ansatz des klassischen Doom Metal. Stilistisch orientieren sich die Musiker an Urgesteinen wie Candlemass, Trouble oder The Obsessed, ohne dabei in reine Nostalgie zu verfallen. Ihr Beitrag zeichnet sich durch mächtige Wände aus Riffs und ein bewusst schleppendes Tempo aus, das Anhängern traditioneller Klänge vertraut vorkommen dürfte.Aus dem nahe gelegenen Uppsala melden sich Ordos zurück. Die Band bewegt sich seit längerem in zunehmend düstereren und beklemmenderen Klanggefilden. In ihren Sound fließen Elemente aus Stoner Doom, Schwärze und psychedelischen Texturen ein. Das Ergebnis ist eine hypnoseartige Kulisse, die sich stetig verändert. Mit dem neuen Song leiten Ordos zudem ein frisches Kapitel ihrer Geschichte ein: Es ist die erste Aufnahme mit einem neu rekrutierten Schlagzeuger, der dem Gesamtsound noch einmal spürbar mehr Härte verleiht.
Nachwuchs aus Schweden und Verstärkung aus Finnland
Zu den jüngsten Vertretern auf dieser Split gehört das Trio Hexjakt aus Westmanland. Erst im Jahr 2024 gegründet, hat sich die Band schnell einen Namen im modernen schwedischen Doom-Underground gemacht. Hexjakt setzen auf ausladende, atmosphärische Kompositionen mit extrem tief gestimmten, verzerrten Gitarren und mächtigen Bassfrequenzen. Inhaltlich beschäftigen sich die Schweden mit Okkultismus, existenzieller Angst und der Stellung des Menschen im Kosmos, was ihrem düsteren Sound eine zusätzliche thematische Tiefe verleiht.Komplettiert wird das Quartett durch die finnische Band Kaiser. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 im Osten von Helsinki haben sich die Musiker durch ausgiebige Touren einen internationalen Ruf erarbeitet. Ihr Sound verbindet Stoner Rock, Desert Rock, Punk-Energie, Psychedelik und Doom. Nach ihren Alben "1st Sound" und "2nd Sound" liefern Kaiser auf "Four Altars of Sin" einen weiteren Vertreter ihres rifflastigen Stils ab, der von treibender Energie und markanter Attitüde geprägt ist.


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